Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rentabilität europäischer Hotels sinkt zum dritten Mal in Folge

13.07.2004


Deloitte Studie prognostiziert allmähliche Erholung für 2004


Die Talsohle ist noch nicht durchschritten: Die Hotelbranche in Europa meldet zum dritten Mal in Folge einen Rentabilitätsrückgang. Laut der aktuellen Marktuntersuchung HotelBenchmark Survey von Deloitte lag die Gewinnspanne im Jahr 2003 nur noch bei 34 Prozent; im Rekordjahr 2000 konnte die Hotelbranche noch 39 Prozent ihrer Erträge als Gewinn verbuchen.

Verantwortlich für diese Entwicklung sind vor allem globale wirtschaftliche und politische Gründe. Durch den deutlichen Rückgang des Reiseverkehrs nach den Ereignissen des 11. Septembers und während des Irak-Kriegs Anfang 2003 sind die Belegungszahlen seit 2000 um sechs Prozent gefallen. Viele Hoteliers versuchen mit Rabatten die Nachfrage anzukurbeln. In der Folge kostet ein Zimmer heute im Durchschnitt acht Euro weniger als im Jahr 2000. Aufgrund vermindertem Reiseaufkommens und sparsameren Verhaltens sank der Erlös pro verfügbarem Zimmer in dieser Zeit um durchschnittlich 7.000 Euro.


Bereits während der Rezession Ende der 90er Jahre führte die Branche Kostensenkungsmaßnahmen durch. Dadurch konnten die Hotels besser auf Änderungen des betrieblichen Umfelds reagieren. Als Folge dieser Kostensenkung, die sowohl direkte als auch indirekte Betriebskosten betraf, sind die Kosten pro verfügbarem Zimmer heute um fast 2.000 Euro niedriger. Besonders hoch waren die Einsparungen in der Verwaltung sowie bei den allgemeinen und objektbezogenen Betriebserhaltungskosten. Diese Sparmaßnahme ist vor allem auf die deutliche Senkung der Investitionsausgaben vieler Hotels nach dem 11. September zurückzuführen.

Michael Müller, verantwortlicher Director für die Industry Line Hospitality bei Deloitte, erläutert die Ergebnisse: "Die Daten aus dem ersten Halbjahr 2004 weisen auf eine allmähliche Erholung des Marktes hin. Auf Basis eines erwarteten Anstiegs des revPAR in diesem Jahr sind wir zuversichtlich, dass die Branche in 2004 zu einem positiven Rentabilitätswachstum zurückfinden wird und den zwölfprozentigen Rückgang des Vorjahres zumindest teilweise wieder ausgleichen kann. Für den Standort Deutschland rechnet die Branche bei stabilen bis leicht ansteigenden Durchschnittszimmerpreisen mit einer moderaten Steigerung der Zimmerauslastung."

Über den Annual Profitability Survey

Der European Annual Profitability Survey 2004 steht für die Teilnehmer an der Umfrage unter www.HotelBenchmark.com zum Download bereit. Die Studie enthält Informationen zur Performance von fünfzehn Hotelmärkten in Europa. Neu hinzugekommen sind dieses Jahr Dublin, Lissabon und Warschau.

Außerdem sind Annual Profitability Surveys für die Regionen Asien/Pazifik und Mittlerer Osten sowie in Kürze für Großbritannien verfügbar.

Hinweis: alle Analyseergebnisse in Euro.

Die HotelBenchmark Studie von Deloitte ist die größte unabhängige Quelle für Performance-Daten aus dem Hotelgewerbe außerhalb Nordamerikas. Aus den für über 6.000 Hotels und 1,2 Millionen Zimmern erfassten Daten werden vier monatliche Preis- und Belegungsreports für die Regionen Asien/Pazifik, Mittel-/Südamerika, Europa und Mittlerer Osten/Afrika erstellt. Ergänzt werden sie durch landesspezifische Reports für Australien, Belgien & Holland, Deutschland, Großbritannien, Italien, Neuseeland, Südafrika und eine Stadtübersicht für London. Darüber hinaus führt Deloitte eine jährliche Rentabilitätsumfrage (Annual Profitability Survey) durch, an der etwa 2.500 Hotels teilnehmen.

Weitere Informationen zum Annual Profitability Survey erhalten sie von Michael Müller unter +49 (0) 89 29036-8428.

Deloitte Deutschland

Deloitte ist eine der führenden Prüfungs- und Beratungsgesellschaften in Deutschland. Als einzige der Big Four bietet Deloitte ein umfassendes Leistungsspektrum aus Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance-Beratung. Mit mittlerweile 3.200 Mitarbeitern in 18 Niederlassungen betreut Deloitte seit mehr als 90 Jahren Unternehmen und Institutionen jeder Rechtsform und Größe aus fast allen Wirtschaftszweigen. Über den Verbund mit Deloitte Touche Tohmatsu ist Deloitte mit 120.000 Mitarbeitern in nahezu 150 Ländern auf der ganzen Welt vertreten.

Deloitte Touche Tohmatsu ist ein Verein schweizerischen Rechts und haftet als solcher nicht für seine Mitgliedsunternehmen. Die Mitgliedsunternehmen, auch wenn sie unter den Bezeichnungen "Deloitte", "Deloitte & Touche", "Deloitte Touche Tohmatsu" oder einem damit verbundenen Namen auftreten, sind rechtlich selbstständig und unabhängig und haften nicht für das Handeln oder Unterlassen eines anderen Mitgliedsunternehmens.

Leistungen werden jeweils durch die einzelnen Mitgliedsunternehmen und nicht durch den Verein Deloitte Touche Tohmatsu erbracht. Copyright (C) 2004 Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.

Antonia Wesnitzer | Deloitte Touche
Weitere Informationen:
http://www.deloitte.de

Weitere Berichte zu: HotelBenchmark Mitgliedsunternehmen Profitability Survey

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise