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Biometriemarkt: Wachstumssprung bis 2009

28.06.2004


Iris- und Stimmerkennung bleiben weitgehend unbedeutend



Unter dem Titel "Biometriemarkt in Deutschland 2004-2009: Anti-Terror-Gesetze kurbeln Wachstum an", hat Soreon Research eine aktuelle Studie zur Entwicklung des Biometriemarktes in Deutschland vorgelegt. Ist der Markt mit einem Volumen von knapp 12 Mio. Euro heute noch unbedeutend, sollen bis 2009 vor allem Großaufträge des Bundes hohe Wachstumsraten bringen. Damit soll der Markt auf über 370 Mio. Euro im Jahr 2009 anwachsen.



Insbeonders Reisepässe und Visa sollen künftig mit biometrischen Merkmalen (Chip mit integrierten Gesichtsmerkmalen bzw. Fingerabdrücken) versehen werden. Damit verbunden sind notwendige Ausstattungen von Meldestellen, Auslandsvertretungen und Grenzübergängen. Das Kundensegment Staat deckt so 2009 einen Anteil von 45 Prozent (169 Mio. Euro) des Gesamtmarktes ab, schätzt Soreon.

"Durch die Aufnahme biometrischer Merkmale in Reise- und Ausweisdokumente wird eine breitere Öffentlichkeit mit biometrischen Verfahren und Anwendungen konfrontiert werden. Wir erwarten daher, dass die Akzeptanz gegenüber biometrischen Technologien im Allgemeinen zunimmt und sich dies positiv auf die Verbreitung und damit die Umsätze im privatwirtschaftlichen Sektor auswirkt", kommentiert Soreon Analystin Melanie Henke diese Entwicklung.

Die drei umsatzstärksten Kundensegmente im privatwirtschaftlichen Bereich werden 2009 das Transportwesen (61 Mio. Euro), der Finanzsektor (46 Mio. Euro), sowie Handel und Dienstleistungen (knapp 44 Mio. Euro ) sein. Bezogen auf die biometrischen Verfahren, sieht die Prognose im Jahr 2009 mit 49 Prozent für die Fingerabdruckserkennung den größten Marktanteil, dicht gefolgt von der Gesichtserkennung mit 40 Prozent Marktanteil. Iris-, Stimm- und dynamische Unterschrifterkennung bleiben weitgehend unbedeutend.

Hubert Thurnhofer | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.soreon.de

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