Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

40 Prozent planen Offshore-Services

22.06.2004


Roland Berger: 80 Prozent der Projekte sind erfolgreich



Jedes vierte deutsche Spitzenunternehmen hat nach einer Studie in den vergangenen Jahren Servicearbeitsplätze ins Ausland verlagert. Das berichtet die FAZ. Rund 40 Prozent planten für die Zukunft solche Maßnahmen, lautet das Ergebnis einer in Frankfurt präsentierten Umfrage der Unternehmensberatung Roland Berger.



Bei der ersten europaweiten Studie dieser Art kam heraus, dass ausländische Unternehmen schon mehr Erfahrungen mit der Auslagerung von Geschäfts- und Serviceprozessen ("Offshoring") besitzen. In Europa haben mittlerweile 40 Prozent diesen Schritt vollzogen, und 80 Prozent der Projekte werden als "erfolgreich" oder "sehr erfolgreich" bewertet. Häufig sind auch die Erwartungen bei der Kostensenkung deutlich übertroffen worden.

Mit der Verlagerung wollten die Unternehmen vor allem ihre Lohnkosten senken (70 Prozent). Als weitere Gründe wurden bessere Servicequalität und Konzentration auf die Kernkompetenzen genannt. Die befragten Unternehmen bezifferten die erzielten Einsparungen durchschnittlich auf rund 30 Prozent. Die meisten Servicearbeitsplätze hätten Finanzdienstleister sowie Elektronik- und Technologieunternehmen aus dem Inland weg verlagert, ergab die Studie.

Gut ein Viertel habe auch kundennahe Dienste wie Call Center verlagert. Eine Tendenz, die auch der weltweit operierende Call Center-Anbieter Sitel http://www.sitel.de bestätigen kann. So lassen amerikanische Unternehmen bereits seit den 1980er Jahren Kundenbestandsdaten in Ländern der Karibik bearbeiten. "Beim Outsourcing dieser Dienstleistungen können Klienten dabei von der internationalen Erfahrung der Anbieter profitieren", so Marc Brown, Geschäftsführer von Sitel Deutschland. Es ginge also nicht um ein Billiglohnphänomen, sondern um Standortvorteile, die Länder wie Indien mitbringen mit hochmotivierten und qualifizierten Arbeitskräften.

Zu den bevorzugten Zielregionen europäischer Unternehmen gehören Europa mit 51 Prozent, wobei auf Westeuropa ein Anteil von 29 und auf Osteuropa einer von 22 Prozent entfällt. Es folgt Asien mit 37 Prozent. Dort liegt ein besonderes Schwergewicht auf Indien mit 70 Prozent. Die deutschen Unternehmen zieht es stärker nach Mittel- und Osteuropa (Polen und Ungarn), nach Russland, Spanien, Griechenland und Skandinavien.

"Die Unternehmen nutzen zwei Offshoring-Modelle zu etwa gleichen Teilen, um ihre Auslagerungsstrategie umzusetzen. Bei "Capitive Offshoring" (konzerninterne Verlagerung), die auf einen Anteil von 52 Prozent kommt, werden Dienste aus dem Unternehmen heraus erbracht: entweder durch eine interne Unternehmenseinheit oder eine hundertprozentige Tochtergesellschaft", schreibt die FAZ. Aber auch Gemeinschaftsunternehmen und strategische Allianzen seien anzutreffen.

Gunnar Sohn | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.faz.net

Weitere Berichte zu: FAZ Offshore-Service Servicearbeitsplatz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu sicherem Autofahren bis ins hohe Alter
19.06.2017 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften