Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unternehmen riskieren Millionen durch Outsourcing

21.06.2004

80 Prozent aller Unternehmen, die die Entwicklung und Wartung von Anwendungen auslagern, haben damit Probleme. Zu den Schwierigkeiten gehören das Überschreiten von Zeitplänen und Budgets sowie Nichteinhaltung von Spezifikationen und Anforderungen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die die META Group im Auftrag von Compuware durchgeführt hat. Dazu wurden 150 IT-Führungskräfte aus ganz Europa zum Thema „Outsourcing der Entwicklung und Wartung von Software-Anwendungen“ (Application Development and Maintenance – ADM) befragt.

Die Studie ergab, dass 60 Prozent der Unternehmen strategische ADM-Projekte auslagern, die geschäftskritisch für das Unternehmen sind. 80 Prozent der Unternehmen investieren nicht in Management-Techniken, Rechtsschutz und Maßnahmen, mit denen die Einhaltung von Spezifikationen sichergestellt wird.

... mehr zu:
»Compuware »Outsourcing

Da Unternehmen keine detaillierte Analyse der Risiken im Vergleich zu den Vorteilen von Outsourcing vornehmen und nur wenige eine Strategie haben, um die Herausforderungen des Outsourcing zu meistern, ist die META Group der Auffassung, dass europäische Unternehmen bei der Auslagerung von ADM-Projekten den Verlust von Millionen von Euro riskieren.

Einsparungen sind unbekannte Größe

Mehr als die Hälfte der Unternehmen (53 Prozent) gab an, dass Kostensenkungen das Hauptziel von Outsourcing sind. Weitere Gründe für die Auslagerung sind fehlende Kompetenzen und Ressourcen innerhalb des Unternehmens. Überraschenderweise wissen 28 Prozent der Unternehmen, denen es um die Kosten geht, nicht, wie viel sie einsparen werden. Weitere 43 Prozent erwarten Kosteneinsparungen von 20 Prozent oder weniger. Nur 15 Prozent der Unternehmen erwarten dagegen Einsparungen von mehr als 30 Prozent. Beunruhigend finden die Marktforscher die Tatsache, dass rund 40 Prozent der Befragten angaben, dass die kurzfristigen finanziellen Vorteile im Zusammenhang mit dem ADM-Outsourcing eine höhere Priorität haben als langfristige Kostensenkungen.

Zusätzliche Kosten werden unterschätzt

John Leigh, Vice President bei der META Group gibt folgendes zu bedenken: „Die Unternehmen müssen sich darüber im Klaren sein, dass bei Outsourcing eine Reihe zusätzlicher Kosten entstehen, die langfristig sogar die kurzfristigen Einsparungen übersteigen können. Zu diesen langfristigen Kosten gehören Vertragsmanagement, Beziehungsmanagement, Koordination, Integration, Rechtsschutzkosten, Training und die Kosten, die durch den Verlust der Kontrolle über die Entwicklung und Wartung von Anwendungen entstehen. Jeder dieser Punkte kann zwischen fünf und zehn Prozent der Gesamtkosten eines Outsourcing-Vertrages ausmachen.“

Die Studie zeigt, dass sich die meisten Unternehmen dieser Kosten nicht bewusst sind oder sie unterschätzen. 47 Prozent der Unternehmen beispielsweise zogen die Rechtsschutzkosten nicht in Betracht, die mit dem Outsourcing von ADM-Projekten verbunden sind.

Geistiges Eigentum häufig ungeschützt

„Ohne einen gewissen Maßstab können Unternehmen nicht wissen, ob das Outsourcing die Entwicklung und Wartung von Anwendungen hinsichtlich der Kosten, Qualität oder Zeit verbessert,“ erläutert META Group Analyst Leigh. „Darüber hinaus müssen die Unternehmen die Risiken beachten, die mit der Auslagerung verbunden sind. Dazu gehören Sicherheit und der Verlust von geistigem Eigentum. Wenn die Unternehmen Offshore Outsourcing nutzen, erhöhen sich diese Risiken. Themen wie Kultur und Gesetzgebung zum geistigen Eigentum am Standort des Dienstleisters müssen ebenfalls beachtet werden.“

Die Studie zeigt, dass geistiges Eigentum ein zentrales Thema ist. Ein Viertel der Unternehmen schützt ihr geistiges Eigentum nicht mit Rechts- oder Patentschutz. Ein Drittel unternimmt keine besonderen Schritte, um zu verhindern, dass ihr geistiges Eigentum während des Outsourcing-Projektes Wettbewerbern zugänglich wird.

Compuware, ein führender Anbieter von Software und IT-Dienstleistungen, liefert Lösungen für IT-Umgebungen von Unternehmen, die Produktivität, Qualität und Performance einer Anwendung während des gesamten Lebenszyklus entscheidend verbessern. IT-Organisationen setzen Compuware Lösungen ein, um Software-Qualität und Performance zu steigern sowie Ressourcen effizient einzusetzen und die Kosten zu senken. Im deutschsprachigen Raum vertrauen mehr als 2.000 Unternehmen den Lösungen und Dienstleistungen von Compuware.

Mareike Jacobshagen | Compuware GmbH
Weitere Informationen:
http://www.compuware.de

Weitere Berichte zu: Compuware Outsourcing

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Entrepreneurship-Studie: Großes Potential für Unternehmensgründungen in Deutschland
15.09.2017 | Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik