Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verbraucher sagen "Ja" zum Fairen Handel

16.06.2004

Klare Absage an Schnäppchenjäger: Zwei Drittel der deutschen Verbraucher sind am Kauf fair gehandelter Produkte interessiert. Dies ergab eine aktuelle Emnid-Umfrage im Auftrag der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. Jeder Vierte kauft demnach bereits Produkte aus Fairem Handel - 25 Prozent greifen gelegentlich oder seltener zu, 2,9 Prozent regelmäßig. In Zukunft könnte die Nachfrage noch deutlich steigen. Denn weitere 35,8 Prozent der Befragten halten den Fairen Handel für unterstützenswert.

"Immer mehr Menschen akzeptieren die Idee, durch fairen Konsum aktiv zur Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern beizutragen", sagt Georg Abel, Bundesgeschäftsführer der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. "Mit unserer Informationskampagne ’fair feels good.’ wollen wir sie ermutigen, diese Überzeugung auch in die Tat umzusetzen." Die bundesweite Kampagne, die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert wird, ging 2003 in Kooperation mit TRANSFAIR e.V. und dem Weltladen Dachverband an den Start. Ziel ist es, den Fairen Handel und seine Produkte bekannter zu machen und so letztlich die Nachfrage zu steigern. Bisher stehen fair gehandelte Produkte häufiger bei Frauen (31,5 Prozent) als bei Männern (24,2 Prozent) auf der Einkaufsliste.

Der Einstieg in den fairen Konsum ist leichter, als viele Verbraucher glauben. Neben rund 800 Weltläden haben bundesweit mehr als 22.000 Supermärkte wie Rewe, Edeka, Kaiser’s Tengelmann und Karstadt, auch immer mehr Naturkostläden faire Produkte im Angebot. Die Palette reicht von Kaffee und Tee über Bananen bis hin zu Fußbällen. Die Lebensmittel stammen oftmals aus kontrolliert ökologischem Anbau. Eine schnelle Orientierung beim Einkauf bietet das TRANSFAIR-Siegel. Das inzwischen international anerkannte Siegel garantiert dem Käufer unter anderem, dass illegale Kinderarbeit bei der Herstellung ausgeschlossen ist. "Die deutschen Verbraucher sind kritisch, und das zu Recht", so Abel. "Mit ’fair feels good.’ wollen wir zeigen, warum es sich lohnt, beim Einkauf auf Werte und nicht nur auf Billigpreise zu achten."

Im Fairen Handel werden garantierte Mindestpreise und FairTrade-Zuschlag gezahlt, die über dem Weltmarktniveau liegen. Der FairTrade-Zuschlag wird in gemeinnützige Projekte wie den Bau von Schulen und Krankenhäusern investiert. Derzeit profitieren 800.000 Familien von Kleinbauern in 45 Entwicklungsländern vom Fairen Handel. Der Konsument profitiert gleich in zweifacher Hinsicht: Für einen fairen Preis erhält er ein hochwertiges Produkt und kann zur Verbesserung der Lebensqualität in den armen Regionen dieser Welt beitragen.

Georg Abel | Verbraucher Initiative e. V.
Weitere Informationen:
http://www.fair-feels-good.de

Weitere Berichte zu: FairTrade-Zuschlag INITIATIVE Verbraucher

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie