Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Osteuropäischer Markt für Elektroantriebe

03.06.2004


Markt für Elektroantriebe: Osteuropa zieht langsam nach



Ein robustes Wachstum mit Steigerungen von sieben Prozent im Jahresdurchschnitt prognostiziert die internationale Unternehmensberatung Frost & Sullivan dem osteuropäischen Markt für Elektroantriebe. Entsprechend sei mit einer Volumenzunahme von derzeit 115 Millionen US-Dollar auf 185 Millionen US-Dollar im Jahr 2010 zu rechnen. Zwar erwirtschaftet Osteuropa momentan lediglich ein Zehntel des westeuropäischen Umsatzes, doch sollen eine höhere Kundenakzeptanz, eine steigende Nachfrage in Schlüsselregionen, technische Fortschritte und ein wettbewerbsfähigeres Preisniveau für Dynamik sorgen.



Derzeit gilt es vor allem, die potenziellen Kunden von den Vorteilen der modernen Antriebstechnologie - hohe Leistung, Zuverlässigkeit und Effizienz sowie geringer Energiebedarf - zu überzeugen. Denn noch ist in Osteuropa nur ein kleiner Prozentsatz aller Motoren mit Antriebstechnologie ausgestattet. "Hier sind auf die Zielgruppe abgestimmte Schulungsprogramme entscheidend, mit denen die Interessenten umfassend über die Technologie informiert werden", meint Mik Sabiers, Research Manager bei Frost & Sullivan.

Einen weiteren Wachstumsschub erhält die Branche durch die EU-Osterweiterung. "Faktoren wie der leichtere Zugang zum Markt, die Vereinfachung des Handels, die zunehmende Industrialisierung und der Machtzuwachs durch die Mitgliedschaft in einer großen Handelsgemeinschaft werden den neu hinzugekommenen Staaten wichtige Impulse verleihen", so Sabiers. "In der Folge dürften die Investitionen in fortschrittlichere Technologien steigen, und die installierte Basis wird sich vergrößern."

Polen ist größter Markt

Größter osteuropäischer Ländermarkt mit über 40 Prozent Umsatzanteil ist momentan Polen, das seine dominante Stellung trotz des starken Wachstums in der gesamten Region voraussichtlich auch weiterhin behaupten wird. Platz zwei belegt Tschechien (knapp 18 Prozent Umsatzanteil), vor Ungarn (ca. 13 Prozent). Die höchsten Steigerungsraten prognostiziert Frost & Sullivan Slowenien sowie den noch relativ kleinen baltischen Märkten.

Was die technischen Fortschritte betrifft, wächst das Interesse der Nutzer mit der zunehmenden Kompaktheit, Verständlichkeit, Zuverlässigkeit und Austauschbarkeit der Antriebe. Gleichzeitig bemühen sich die führenden Hersteller um die Erweiterung ihrer Produktlinien. Diese Entwicklungen dürften nicht nur die Nachfrage nach neuen Antrieben ankurbeln, sondern auch zu Ersatzbeschaffung und Modernisierungsmaßnahmen motivieren.

Mangelnde Finanzkraft bremst Marktwachstum

Überdurchschnittliche Zuwächse wird es allerdings vorerst wohl nicht geben - trotz der sinkenden Preise und der höheren Investitionsbereitschaft auf Seiten der Kunden. Der Grund: Viele Zielsektoren verfügen nicht über ausreichend Finanzkraft. "Die Kunden werden zwar verstärkt hochmoderne Antriebslösungen nachfragen, die jedoch möglichst wenig kosten dürfen. Deshalb rechnen wir mit einem zunehmenden Preisdruck, was bedeutet, dass sich die Hersteller auf Strategien konzentrieren müssen, mit denen sie ihren derzeitigen Kundenstamm halten können", sagt Sabiers.

AC-Antriebe unangefochten wichtigstes Produktsegment

Den mit weitem Abstand stärksten Sektor bilden die AC-Antriebe, die laut Analyse bis 2010 einen Umsatzanteil von 95,5 Prozent erreichen dürften. Eher rückläufig wird sich hingegen der Bereich für DC-Antriebe entwickeln. Aufgrund der zunehmende Spezialisierung ist hier eine Abnahme des Marktvolumens von neun Millionen US-Dollar (2003) auf acht Millionen US-Dollar zu erwarten.

Folglich ist es nicht überraschend, dass sich die meisten Anbieter im osteuropäischen Markt für Elektroantriebe hauptsächlich im lukrativen Segment für AC-Antriebe engagieren. Als führende Hersteller nennt Frost & Sullivan die Unternehmen ABB und Siemens. Gute Positionen in Nischenbereichen halten Danfoss, STI und Vacon. Aufgrund der geringen Kundenloyalität kommt es in der Rangliste der Top Player allerdings immer wieder zu Positionswechseln.

Insgesamt ist davon auszugehen, dass das hohe Wachstumspotenzial immer mehr Anbieter in die Region locken wird, was den Wettbewerbsdruck verstärkten dürfte. "In einem solchen Umfeld sind Preis, Service, Spezialisierung sowie Forschung und Entwicklung die kritischen Faktoren", stellt Sabiers fest. "Die Kunden in Osteuropa sind vor allem an Antrieben interessiert, die viel Leistung und Effizienz für wenig Geld bieten. Wer diese Anforderungen erfüllen kann, dürfte ein leichtes Spiel haben."
Auf Anfrage übersendet Frost & Sullivan gerne an alle interessierten Leser eine kostenfreie Zusammenfassung der Analyse zum osteuropäischen Markt für Elektroantriebe in englischer Sprache. Interessenten wenden sich bitte an: Stefan Gerhardt, Frost & Sullivan - Corporate Communications (stefan.gerhardt@frost.com).

Titel der Analyse: Frost & Sullivan’s Analysis Of The Eastern European Electric Drives Market, (Report B202), Preis der Analyse: Euro 5.000,--

Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan beobachtet ständig eine Reihe wichtiger Hightech-Branchen und befragt diese auf neue Markttrends, Kennzahlen und Unternehmensstrategien.

Stefan Gerhardt | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.motors.frost.com

Weitere Berichte zu: Antrieb Effizienz Elektroantrieb Umsatzanteil

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie