Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Festnetzbetreiber erhalten deutliche Wachstumssignale per SMS

26.05.2004


Der westeuropäische Markt für SMS und MMS im Festnetzbereich



Stark rückläufige Umsätze und eine sich ständig verschlechternde Beziehung zu den Endkunden kennzeichnen derzeit den Markt für Festnetz-Telefonie. Ein wichtiger Schritt in Richtung Comeback könnte die Bemühung der Festnetz-Betreiber sein, mit der Funktionalität des Mobilfunks gleichzuziehen – vor allem, wenn es um den Short Message Service (SMS) und den Multimedia Messaging Service (MMS) geht. Die internationale Unternehmensberatung Frost & Sullivan (http://www.frost.com) prognostiziert beiden Sektoren im Festnetzbereich enorme Wachstumsraten.



So soll die erfolgreiche Einführung von Festnetz-SMS auch MMS-Anbietern den Boden ebnen. Bis beide Märkte ihr volles Potenzial erreichen, sind allerdings noch diverse Herausforderungen zu meistern. So verfügen Festnetz-SMS und -MMS zwar über gute technische Merkmale, doch dürfte die Zukunft vor allem davon abhängen, wie Gerätehersteller und Netzbetreiber ihre Produkte vermarkten. „Hier wird es vor allem darum gehen, sich mit spezifischen Serviceangeboten und Wertaussagen an die Zielkunden zu wenden und sich dadurch von den Anbietern im Mobilfunkbereich abzugrenzen", bemerkt Nathan Budd, Associate ICT Consultant bei Frost & Sullivan. „Um zunächst einen Ausgangsmarkt für die Dienstleistung zu entwickeln, ist die Wahl der richtigen Marketinginstrumente entscheidend."

Keine Killer-Anwendung, aber Umsatzbringer

Zwar ist es unwahrscheinlich, dass sich Festnetz-SMS zur Killer-Anwendung entwickelt und sich den Löwenanteil am Gesamtmarkt für SMS sichert, doch dürfte der Festnetz-Markt mithilfe von SMS wieder neu erstarken. Bereits jetzt hat sich SMS im Festnetzbereich zu einem beeindruckenden Nischendienst mit guten Wachstumsaussichten entwickelt. Zwischen 15 und 20 Prozent könnte der SMS-Verkehr monatlich zulegen, parallel zur Erhöhung der Nutzerzahl. In Westeuropa gibt es derzeit schätzungsweise fünf bis sieben Millionen aktive SMS-Abonnenten, wovon ein großer Teil pro Monat zwei bis drei Nachrichten verschickt. Mehrere Netzbetreiber haben außerdem einen Stamm von intensiven Nutzern mit einen Durchschnitt von acht bis zehn Nachrichten identifiziert.

Interoperabilität von Festnetz, Mobilfunk und internationalen Netzen ist Vorrausetzung für Markterfolg von Festnetz-SMS

Momentan profitiert der Markt für Festnetz-SMS vom erfolgreichen Aufbau von Mehrwertdiensten z.B. bei TV-Abstimmungen (‚premium rate voting‘) und anwendungsbasierten Diensten. „Diese Bereiche dürften weiter wachsen und in den nächsten drei bis vier Jahren für 20 bis 30 Prozent des Marktvolumen verantwortlich zeichnen", prognostiziert Budd. „Weitere positive Trends sind die kommerzielle Verfügbarkeit einer großen Palette von SMS-fähigen (und bald auch MMS-fähigen) Geräte und die künftige Interoperabilität von Festnetz, Mobilfunk und internationalen Netzen." Diese Faktoren werden zu einer Umsatzsteigerung bei den Festnetz SMS von 42 Millionen Euro (2003) auf 470 Millionen Euro (2008) beitragen. Um diesen Prozess voranzutreiben, müssen die Hersteller laut Analyse vor allem auf zwei Bereiche konzentrieren: auf die Vermarktung neuer Handsets zur Maximierung der Nutzerzahl und auf die Integration des Dienstes in die mobile Umgebung. „Interkonnektivität mit der Mobilfunkindustrie über ein Netz, von dem beide Seiten profitieren können, wäre zweifellos von enormem Vorteil für die Festnetz-Branche", so Budd.

Festnetz-MMS bisher in Deutschland und Italien verfügbar

Der Markt für Festnetz-MMS wird laut Analyse ebenfalls erheblich zulegen. Telecom Italia und die Deutsche Telekom haben bereits zu Beginn 2004 Festnetz-MMS in Betrieb genommen; andere europäische Netzbetreiber wollen demnächst nachziehen. „Im MMS-Bereich sind es neben Interoperabilität, Preisgestaltung, Qualität und Zuverlässigkeit vor allem Faktoren wie Definition von Nutzergruppen und Anwendungen, Formulierung einer klaren Wertaussage, Steigerung der Handset-Nutzung und geeignete Marketing-Strategien, die über den Erfolg entscheiden werden", meint Budd. Gelingt es den Anbietern, diese Herausforderungen zu meistern, könnte der Markt im Jahr 2008 bereits ein Volumen von rund 340 Millionen Euro oder sogar mehr erreichen.

Insgesamt wird es für Festnetzbetreiber in nächster Zukunft wichtig sein, Strategien für variable Aspekte wie Servicedesign, Preisstruktur und Distribution zu entwickeln und geeignete Vertriebskanäle aufzubauen, so schließt die Analyse.

Titel der Analyse:

Fixed line SMS and the migration to multimedia messaging (Report B334)

Preis der Analyse: Euro 2.800,--


Weitere Informationen:

Stefan Gerhardt
Corporate Communications

Frost & Sullivan
Clemensstrasse 9
60487 Frankfurt/Main

Tel.: 069-77033-11
Fax: 069-234566
stefan.gerhardt@frost.com
http://www.presse.frost.com

| Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://presse.frost.com/prod/servlet/press-release.pag?docid=19410725
http://www.presse.frost.com

Weitere Berichte zu: Festnetz Festnetz-SMS Festnetzbetreiber Mobilfunk Netzbetreiber SMS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Europas demografische Zukunft
25.07.2017 | Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Robuste Computer für's Auto

26.07.2017 | Seminare Workshops

Läuft wie am Schnürchen!

26.07.2017 | Seminare Workshops

Leicht ist manchmal ganz schön schwer!

26.07.2017 | Seminare Workshops