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Sicherheit durch Transparenz - TÜV und IZMF stellen Mobilfunk auf den Prüfstand

12.05.2004


Informationszentrum Mobilfunk e.V. startet landesweite Messkampagne in Hessen

Unter dem Motto "Sicherheit durch Transparenz" startet das Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF) heute eine hessenweite Mobilfunkmessreihe. Im Auftrag des IZMF ermitteln Experten des TÜV in 24 Städten des Landes die Höhe der auftretenden elektromagnetischen Felder (EMF). "Ziel unserer Kampagne ist es, für mehr Transparenz beim Thema Mobilfunk-Immissionen zu sorgen", sagt IZMF-Geschäftsführerin Dagmar Wiebusch in Wiesbaden. "Wir möchten zu einer Versachlichung der öffentlichen Diskussion um Mobilfunk beitragen und den offenen Dialog der Beteiligten fördern." Im Rahmen der Mess- und Informationskampagne, die unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministeriums für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz steht, werden erstmals in großem Umfang auch die Sendeanlagen des neuen UMTS-Mobilfunkstandards untersucht.

"Mit den landesweiten Messungen und einem breiten Informationsgebot für Öffentlichkeit und Kommunen wollen wir ein besseres Verständnis über die Wirkungsweise elektromagnetischer Felder erreichen", erklärt Wiebusch. Anhand der Messergebnisse können sich die Bürgerinnen und Bürger in Hessen selbst ein klares Bild davon verschaffen, welche Mobilfunkfelder in der Nähe von Sendeanlagen sowie in ihren Wohnbereichen und im Umfeld sensibler Orte wie Schulen oder Krankenhäuser tatsächlich auftreten.

Unabhängige TÜV-Experten messen auf Vorschlag der Kommunen Durchgeführt werden die Messungen von einer Tochtergesellschaft des TÜV-Nord (EMV Services GmbH). Dies garantiert ein hohes Maß an Sachverstand und Neutralität. Die unabhängigen TÜV-Experten ermitteln in 24 hessischen Städten an über 100 Messpunkten ein Gesamtbild der elektromagnetischen Felder von Mobilfunk-, Radio- und TV-Sendeanlagen sowie von Schnurlostelefonen. Die Auswahl der genauen Messorte erfolgte in Zusammenarbeit mit den Kommunen, die um Vorschläge gebeten worden waren. Das Gesamtkonzept der Messreihe wurde vom Institut für Mobil- und Satellitenfunktechnik (IMST) in Kamp-Lintfort, dem TÜV-Nord und dem IZMF erarbeitet.

Großes Interesse bei Bevölkerung und Politik Auf Seiten der hessischen Landesregierung besteht ein nachhaltiges Interesse an mehr Informationen über Mobilfunk-Immissionen. "Die öffentliche Nachfrage nach Messungen im Umfeld von sensiblen Einrichtungen und in der Nähe der neuen UMTS-Basisstationen ist ausgesprochen groß", sagt Edgar Freund, Leiter der Abteilung für Abfallwirtschaft, Bergbau, Klima- und Immissionsschutz beim Hessischen Umweltministerium in Wiesbaden. "Die Mess- und Informationsreihe ergänzt in idealer Weise unsere Bemühungen zur sachlichen und offenen Aufklärung der Bevölkerung."

Mit der aktuellen Messreihe in Hessen schließt das IZMF an seine erfolgreichen Aktivitäten im Herbst 2003 in Nordrhein-Westfalen an. Dort war die Messkampagne des Vereins auf eine äußerst positive Resonanz gestoßen und hatte zur Versachlichung der Diskussion beigetragen. Die zahlreichen Teilnehmer an den öffentlichen Informationsveranstaltungen in NRW belegen, dass das Interesse der Bevölkerung an aussagekräftigen Messergebnissen zu Mobilfunkfeldern in ihrem unmittelbaren Umfeld groß ist.

Messvorschriften der Reg TP garantieren hohen Qualitätsstandard Die Experten des TÜV-Nord führen die Messungen an Standorten im Freien entsprechend den Normen der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP) durch. Diese Qualitätsstandards für EMF-Messungen sind von der Reg TP in Abstimmung mit den Umweltministerien der Länder festgelegt worden. Die Normen garantieren die Vergleichbarkeit verschiedener Messreihen und entsprechen sowohl europäischen als auch nationalen Anforderungen zur Bewertung des Schutzes von Personen in elektromagnetischen Feldern. An den Messpunkten in Innenräumen wird die Reg TP-Methode durch ein selektives Messverfahren mit einer Hochrechnung auf die Maximalauslastung der betreffenden Sendeanlage ergänzt. Auf diese Weise werden zusätzlich verlässliche Aussagen über die zu erwartende Feldverteilung im Innenbereich bei einer Vollauslastung aller in der Umgebung befindlicher Sendeanlagen gewonnen.

Aktive Bürgerbeteiligung und offener Dialog Nach Abschluss aller Messungen und der Auswertung der gewonnenen Daten präsentiert das Informationszentrum Mobilfunk die Messergebnisse im Rahmen einer Veranstaltungsreihe in Gießen (1. Juli), Kassel (8. Juli) und Darmstadt (15. Juli). Dort werden Experten die komplexen Eigenschaften elektromagnetischer Felder anhand exemplarischer Szenarien einfach und verständlich erläutern. Bürgerinnen und Bürger können sich so selbst ein Bild über die typischerweise in ihrer unmittelbaren Wohnumgebung auftretenden elektromagnetischen Felder verschaffen. Dabei haben sie die Möglichkeit, die Ergebnisse der Messreihe in einer offenen Diskussionsrunde ausführlich mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Medizin zu diskutieren. "Wir geben allen Interessierten die Gelegenheit, ihre Fragen direkt an Experten zu richten. Damit wollen wir den Dialog zwischen Fachleuten und Öffentlichkeit fördern", erläutert IZMF-Geschäftsführerin Wiebusch. Darüber hinaus veranstaltet das IZMF auch Workshops für die Vertreter der Kommunen.

Die Messergebnisse und die Bewertung aus technischer und biologischer Sicht wie auch alle Informationen zum Messverfahren stehen voraussichtlich ab Juli unter www.izmf.de auf der IZMF-Website zum Download bereit.

Das Informationszentrum Mobilfunk ist Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie öffentliche und private Einrichtungen zum Thema mobile Kommunikation. Es ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der von den Mobilfunknetzbetreibern getragen wird.

Dr. Daniel Giese | Informationszentrum Mobilfunk
Weitere Informationen:
http://www.izmf.de

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