Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Weltmarkt für Licht emittierende Polymere (LEP)

12.05.2004


Bessere Polymer-Displays durch neue Fertigungsprozesse



Hochgeschwindigkeit, Reproduzierbarkeit und Zuverlässigkeit sind die Eigenschaften, die die Herstellung von Licht emittierenden Polymeren (LEP) zukünftig effizienter gestalten sollen und die Technologie somit wettbewerbsfähig machen dürften. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Analyse von Technical Insights, dem auf Technologiethemen spezialisierten Unternehmensbereich von Frost & Sullivan. Durch den Einsatz von Tintenstrahldruck und Siebdruck auf organische Substrate lassen sich bei der LEP-Produktion infolge intelligenter Materialnutzung die Kosten erheblich reduzieren.

... mehr zu:
»Bandlücke »LEP »PPV »Polymer »Weltmarkt


"LEP brauchen wenig Strom, operieren mit niedriger Spannung und bieten damit sämtliche Vorteile einer Niedermolekular-Technologie", erläutert Joe Constance, Analyst bei Technical Insights. "LEP-Monitore liefern hohe Helligkeitswerte und eine gute Auflösung. Mittlerweile lassen sich Konfigurationen mit hoher Pixel-Dichte kosteneffizient herstellen." Allerdings: "Um den traditionellen Flüssigkristall-Displays (LCD) ernsthaft Konkurrenz machen zu können, muss bei LEP die strukturelle Anordnung umfassend kontrolliert werden." In diesem Zusammenhang dürften Polymere mit unterschiedlich großen Bandlücken eine Schlüsselrolle spielen.

Die Ausstrahlung von rotem, grünem oder blauem Licht ist durch verschiedene Bänder möglich. Dadurch wird die Produktion von Vollfarb-Displays mit leitfähigen LEP durchaus rentabel. Mithilfe intensiver Forschung ist es mittlerweile gelungen, das Polymer "Polyphenylenvinylen" (PPV) durch Unterbrechung seiner Konjugation mit nichtkonjugierten Einheiten blau zum Leuchten zu bringen. Rotes Licht lässt sich produzieren, indem an die Phenylen-Ringe des PPV Alkoxy-Nebengruppen angegliedert werden.

Ein Vollfarb-Monitor auf Polymerbasis erfordert die Pixelierung der Farben durch Kombination verschiedener leitfähiger Polymere mit variierenden Bandlücken. Welche Farbe sich aus der jeweiligen Mischung ergibt, hängt von der angelegten Spannung ab. Alternativ wäre der Einsatz von weiß leuchtenden Dioden denkbar, um eine Microcavity zu erzeugen, deren Länge die Farbe des ausgestrahlten Lichts bestimmt.

Neben unterschiedlich großen Bandlücken gibt es auf dem Weg zur kommerziellen Nutzung zumindest noch eine weitere Hürde zu überwinden: "Ein wichtiger Punkt ist die Betriebsdauer, die mindestens 20.000 Stunden erreichen muss", so Constance. "Ist die Leuchtdichte einmal auf 70 Prozent des Ausgangswertes gesunken, gilt der Lebenszyklus des LEP-Produkts als beendet - und nicht erst bei 50 Prozent, was für Display-Anwendungen generell gilt."

Derzeit laufen wichtige Forschungsprojekte mit dem Ziel, die Lebensdauer von LEP zu erhöhen. Dabei wird zum einen der Einsatz oxidationsresistenter Materialien getestet, zum anderen werden neue Methoden zur Einkapselung erprobt. Leitfähige Polymere auf der Basis von gedoptem Polyanilin, konjugiertem Polymermaterial und Polypyrrol haben sich aufgrund ihrer hohen Stabilität bereits als sinnvolle Lösungen für kommerzielle Anwendungen erwiesen und damit das Wachstumspotenzial der Branche unter Beweis gestellt.

Titel der Analyse: Light Emitting Polymers - Global Developments (Report D279), Preis der Analyse: Euro 3.600,--

Stefan Gerhardt | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com

Weitere Berichte zu: Bandlücke LEP PPV Polymer Weltmarkt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie