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Der Europamarkt für USV-Anlagen mit mehr als 10 kVA

05.05.2004


USV-Anlagen wieder stärker gefragt




Der relativ gesättigte Europamarkt für unterbrechungsfreie Stromversorgungsanlagen (USV-Anlagen) erholt sich allmählich von den Auswirkungen der Krise der IT- und TK-Branche. Heute sorgen einzelne Wachstumsnischen, insbesondere bei öffentlichen und Infrastrukturanwendungen, wieder für Optimismus. Eine neue Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan rechnet bis 2010 mit einem Anstieg des jährlichen Gesamtumsatzes von 503 Millionen Euro (2003) auf 733 Millionen Euro.



Während des Booms der IT- und TK-Branche war die Nachfrage nach großen USV-Systemen durch den Ausbau von Datenzentren rasant angestiegen. Ihren Höhepunkt hatte sie im Jahr 2001 erreicht. Nach dem Platzen der Internetblase kam es im Geschäft mit dem privatwirtschaftlichen Sektor zu Auftragsausfällen großen Stils, sodass die Gesamtmarktumsätze sanken.

Der Sektor der öffentlichen und Infrastruktur-Anwendungen konnte dagegen im Jahr 2003 dank einem robusten Absatz von USV-Systemen an die Betreiber von Eisenbahnen, Flughäfen, Tunneln, Kliniken und öffentlichen Gebäuden immerhin einen Umsatzanteil von 20,9 Prozent verzeichnen. Weitere Chancen in diesem Sektor dürften sich durch steigende Staatsausgaben (vor allem in Großbritannien), zunehmende öffentliche Investitionen in IT-Ausrüstungen und Investitionen in die Flughafeninfrastruktur ergeben.

UMTS bringt neue Umsätze

Zum Umsatzwachstum beitragen wird auch die kurzfristig zu erwartende Erholung des kommerziellen Sektors. Telekommunikationsunternehmen, die in UMTS-Lizenzen investiert haben, bauen nun eine entsprechende UMTS-Infrastruktur auf und kaufen dafür auch USV-Ausrüstungen. Im Finanzsektor soll sich die Notwendigkeit besserer Vernetzung ebenfalls positiv auf die Nachfrage nach USV-Systemen auswirken. Auch für kleinere wachstumsstarke Segmente wird ein gesunder Absatz prognostiziert.

Stromausfälle und mangelnde Energiequalität fördern Absatz

Durch eine Reihe von Netzausfällen in Europa ist in letzter Zeit bei vielen Stromverbrauchern, vor allem bei Unternehmen, die mit empfindlichen elektronischen Geräten arbeiten, die Bedeutung des Leistungsschutzes stärker ins Bewusstsein gerückt. Auch das dürfte langfristig für einen insgesamt stärkeren Einsatz von USV-Systemen sogen.

Erhebliche Wachstumschancen bieten sich den Herstellern von USV-Anlagen in den EU-Beitrittskandidatenländern. Investitionen in Infrastruktur und Industrie dürften dem Absatz von USV-Anlagen in Mittel- und Osteuropa zugute kommen.

Die wachsende Attraktivität eines dezentralen Leistungsschutzes, die Präferenz der Anwender für schrittweise Investitionen und die dadurch zurückgehenden Absatzchancen für größere Einheiten haben den Leistungsbereich von 10 kVA bis 75 kVA zum gegenwärtig umsatzstärksten Segment des Gesamtmarktes werden lassen. Colin O’Hanlon, Analyst bei Frost & Sullivan, ergänzt: "Wenn die Unternehmen damit beginnen, erneut in Anlagen zur Sicherung der Energiequalität zu investieren, dürfte auch der Absatz großer USV-Systeme sich erholen. Kurzfristig dürfte der Markt aber auf Anlagen mit weniger als 200 kVA Leistung fokussiert bleiben und gute Absatzperspektiven für die neuen Modelle bieten, die demnächst von den Marktteilnehmern eingeführt werden sollen."

Trend zu kleineren Anlagen verändert Marktumfeld

Der Trend zu kleineren USV-Anlagen hat tiefe Spuren in der Wettbewerbslandschaft hinterlassen. Die Gewichte haben sich von Anbietern großer Systeme hin zu denen kleiner und mittlerer Anlagen verschoben. Die bisherigen Marktführer, deren Schwerpunkt auf der Lieferung großer Einheiten lag, haben Boden an Unternehmen verloren, die das untere und das mittlere Leistungssegment beliefern. Mit Blick auf die wachsende Anziehungskraft kleiner und mittlerer USV-Anlagen versuchen verschiedene Anbieter aktiv, Produkte in diesem Bereich einzuführen.

"Ein zusätzlicher Vorteil kleinerer Systeme gegenüber größeren besteht darin, dass die Unternehmen so einen stabileren Umsatzstrom erzeugen können. Auf diese Weise versuchen auch verschiedene stärker etablierte Wettbewerber, die Konkurrenz neuer, preisorientierter Anbieter wie APC, Riello und Salicru abzuwehren", beobachten O’Hanlon und Anne-Corinne Barbier, ebenfalls Analystin bei Frost & Sullivan.

Umsätze aus Serviceleistungen helfen gegen sinkende Margen

Ein aggressiver Umsatzwettbewerb bei geringer Produktdifferenzierung hat Preise und Gewinnmargen zunehmend unter Druck geraten lassen. Zur Erhöhung ihres Umsatzes setzen die Unternehmen deshalb auf innovative Strategien wie das Angebot umfassender Servicepakete. Barbier erklärt: "Der Preiskampf hat die Marktteilnehmer zu einer pragmatischeren Sichtweise gezwungen, weshalb viele nun versuchen, die Einkünfte aus dem Verkauf von Anlagen durch Umsätze aus Serviceleistungen für die vorhandenen Anlagen zu ergänzen. Zum Beispiel entfallen heute fast 30 Prozent des Umsatzes von Chloride Power Protection auf den Service, und auch die anderen großen Marktteilnehmer verzeichnen ähnliche Trends in ihrem Absatzmix." Längerfristig sieht die Analyse nach dem rapiden Preisverfall in den letzten drei Jahren wieder Preisstabilität einziehen, was als zusätzliches Indiz dafür gelten kann, dass sich der Markt auf dem Wege der Erholung befindet. Für Chloride, RWE Piller, Socomec-Sicon, MGE USV Sys
tem, AEG, Riello Elettronica, Newave und andere Marktteilnehmer gibt es also Grund zu Optimismus.

Auf Anfrage übersendet Frost & Sullivan gerne eine kostenfreie Zusammenfassung der Analyse zum Markt für USV-Anlagen mit mehr als 10 kVA in englischer Sprache. Interessenten wenden sich bitte an: Stefan Gerhardt, Frost & Sullivan - Corporate Communications, stefan.gerhardt@frost.com

Titel der Analyse: Frost & Sullivan’s Analysis Of The European Medium-to-Large UPS Market
(Report B281), Preis der Analyse: Euro 5.550,--

Stefan Gerhardt | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://power.frost.com

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