Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Europamarkt für Lebensmittelemulgatoren

22.04.2004



Loyalere Kunden durch Innovation und Flexibilität


Die Anbieter von Lebensmittelemulgatoren stellen sich zunehmend auf die Bedürfnisse ihrer Kunden ein und bieten Bäckereien und Süßwarenherstellern Produkte, die exakt auf die Verarbeitungsmethoden und Merkmale der Endprodukte abgestimmt sind. Damit verschaffen sich vor allem große Anbieter einen immensen Wettbewerbsvorteil, da sie ihren Hauptumsatz nicht mehr mit billigen Massenprodukten erzielen müssen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Unternehmensberatung Frost & Sullivan in einer neuen Analyse zum Europamarkt für Lebensmittelemulgatoren.

Derzeit investieren die meisten großen Hersteller hohe Summen in finanzielle und technische Ressourcen, um ihren Kunden innovative, auf die individuellen Anforderungen abgestimmte Produkte anbieten zu können und sich somit deren Loyalität zu sichern. Weitere Schwerpunkte sind der Ausbau des Kundenservice und die Verbesserung der Liefersysteme.


"Zusätzlichen Mehrwert können auch Neuentwicklungen bei den verschiedenen Formen bringen, in denen Emulgatoren angeboten werden", meint Anna Ibbotson, Food Research Manager bei Frost & Sullivan. "So lässt sich zum Beispiel durch den Einsatz verkapselter Produkte oder pumpfähiger Systeme der Produktionsprozess vereinfachen. Gleichzeitig reduzieren sich die Kosten für Lagerung und Verarbeitung."

Nachfrage steigt durch wachsenden Absatz von Convenience Food

Wachstumsimpulse von außen erhält die Branche momentan durch die Ausweitung des Endnutzermarktes. Ein wichtiges Beispiel ist die rasche Expansion des Markts für Convenience Food - Fertiggerichte, gekühlte Lebensmittel und Desserts - in Südeuropa. Auch in Deutschland und weiteren europäischen Ländern, wo die industrielle Fertigung von Backwaren zunehmend an Bedeutung gewinnt, steigt derzeit die Nachfrage nach Emulgatoren.

Enzyme drängen Emulgatoren aus Backwaren

Bei allem Potenzial müssen sich die Hersteller von Lebensmittelemulgatoren einer Herausforderung stellen: Speziell im Sektor für Backwaren werden Emulgatoren zunehmend durch Enzyme ersetzt. Grund dafür sind die Vorteile, die Enzyme in Bezug auf Konsistenz, Volumen, Haltbarkeit und ihre Eigenschaften als Verarbeitungshilfsmittel bieten. Ein wichtiges Argument ist zudem die Tatsache, dass Enzyme nicht von der EU-Richtlinie betroffen sind, nach der Lebensmittel ohne genetisch modifizierte Organismen, also GMO-freie Lebensmittel, auf Etiketten als solche gekennzeichnet werden müssen.

Nachweis GMO-freier Lebensmittel sorgt für Rückgang

"Die neuen Bestimmungen werden einen erhöhten Bedarf an zertifizierbaren GMO-freien Produkten nach sich ziehen", meint Ibbotson. "Zumindest in der Anfangsphase dürfte es Probleme bei der Etablierung von Prüfsystemen geben. Zudem ist mit einem Mangel an zertifiziertem Material zu rechnen, was zu Preissteigerungen und folglich zu einem Rückgang der Nachfrage nach Emulgatoren führen wird. Mittelfristig werden die Nachweissysteme für GMO-Freiheit dann besser organisiert sein, und das Preisniveau wird sich wieder stabilisieren."

Restriktionen als Beschwichtigung für Verbraucher?

Sollten sich genetisch modifizierte Lebensmittel nach verbreitetem Konsum als unproblematisch für Gesundheit und Umwelt erweisen, dürften die Verbraucher ihre negative Haltung langsam aufgeben. Dies ist ein wünschenswertes Szenario für die Hersteller von Emulgatoren, zumal EU-Organisationen der Ansicht sind, dass GMO-Produkte unschädlich sind und Restriktionen nur der Beschwichtigung der Verbraucher dienen sollen.

Hohe Preise sorgen für hohe Gewinnspannen

Mit der Einführung neuer EU-Vorschriften zur lückenlosen Herkunftsverfolgbarkeit GMO-freier Materialien werden die Preise für natürliche Emulgatoren in die Höhe schnellen. Dies sichert den Herstellern qualitativ hochwertiger natürlicher Emulgatoren einerseits hohe Gewinnspannen, andererseits ist mit einer wachsenden Konkurrenz von Seiten des Sektors für (vergleichsweise billige) synthetische Emulgatoren zu rechnen.

"In diesem Umfeld ist zu beachten, dass jeder Kunde seine eigenen Anforderungen hat, was Preis und Qualität betrifft", so Ibbotson abschließend. "Wer sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen will, muss seine Produktpalette so zusammenstellen, dass sämtliche Bedürfnisse abgedeckt werden."

Marktführer im europäischen Markt für Lebensmittelemulgatoren sind Danisco, Quest und Palsgaard, die fast die Hälfte des europäischen Umsatzanteils auf sich vereinen. Weitere Anbieter sind Cognis, AB Technology, Beldem, Oleon, Solae, ADM, Degussa und Cargill.

Auf Anfrage übersendet Frost & Sullivan eine kostenfreie Zusammenfassung der Analyse zum Europamarkt für Lebensmittelemulgatoren in englischer Sprache per E-Mail. Anfragen können gerichtet werden an Katja Feick (katja.feick@frost.com).

Titel der Analyse: Frost & Sullivan’s Analysis Of The European Food Emulsifiers Market (Report B193), Peis der Analyse: Euro 5.000,--

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://food.frost.com

Weitere Berichte zu: Emulgator Enzym Europamarkt Food Ibbotson Lebensmittelemulgator

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu Bildungsangeboten für die Industrie 4.0 in Österreich
05.02.2018 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht Schildkrötengehirne sind komplexer als gedacht
05.02.2018 | Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Von Hefe für Demenzerkrankungen lernen

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Sektorenkopplung: Die Energiesysteme wachsen zusammen

22.02.2018 | Seminare Workshops

Die Entschlüsselung der Struktur des Huntingtin Proteins

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics