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Weltmarkt für Geräte zur Herz-Kreislauf-Überwachung

20.04.2004


Technische Neuerungen treiben den Markt für Geräte zur Herz-Kreislauf-Überwachung voran


Europa ist nach den USA und Japan weltweit der drittgrößte Markt für Geräte zur Herz-Kreislauf-Überwachung. Dank technologischer Fortschritte und zunehmender Ersatzbeschaffungsmaßnahmen im Zielmarkt sollen die Umsätze, 2003 noch auf 111,9 Millionen US-Dollar beziffert, bis 2009 europaweit auf 133,1 Millionen US-Dollar ansteigen. Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung Frost & Sullivan in einer neuen Analyse.

Ähnlich wie in den USA ist der Markt für Geräte zur Überwachung der Herz-Kreislauf-Tätigkeit in Europa gut etabliert. "Wichtigste Wachstumsmotoren infolge technischer Neuerungen sind unserer Ansicht nach eine erhöhte Nutzerfreundlichkeit, verbesserte Networking- und Kommunikationsfähigkeiten der Geräte und eine gesteigerte Kosteneffizienz", erläutert Seemeen Mirza, Healthcare Analyst bei Frost & Sullivan


Integrationsfähigkeit der Geräte ist entscheidend

Als entscheidendes Merkmal für Systeme zur Herz-Kreislauf-Überwachung gilt derzeit die Integrationsfähigkeit. Zu den jüngsten Fortschritten zählen universelle Standards beziehungsweise XML-basierte Speicherungs- und Exportfähigkeiten. Gleichzeitig lässt sich mit innovativen Produkten das Potenzial PC-basierter Geräte erheblich steigern, da diese mit zusätzlichen Modalitäten und mit Kompetenzen für das EKG-Datenmanagement ausgestattet werden können. "Derartige technologische Upgrades stoßen bei Kunden aus dem Klinikbereich aufgrund der dort herrschenden Personal- und Ressourcenknappheit auf großes Interesse", so Mirza.

Mehr Geräte für Routinetests zu Hause

Mit dem europaweit steigenden Altersdurchschnitt wird auch der Bedarf an EKG-Geräten zunehmen. Damit wächst der Druck auf EKG-Gerätehersteller, möglichst kosteneffiziente Überwachungssysteme auf den Markt zu bringen. Parallel dazu ist mit einer erhöhten Nachfrage aus dem ambulanten Bereich zu rechnen, da Europas alternde Bevölkerung die routinemäßige Herz-Kreislauf-Überwachung zunehmend zuhause durchführen wird.

Außerdem führen Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen zu starken Zuwächsen in der ambulanten Versorgung, die normalerweise weitaus günstiger ist als klinikbasierte Gesundheitsdienstleistungen. Folglich ist im Bereich der EKG-Systeme zum Einsatz in kleineren, ambulanten Kliniken mit einer Erhöhung der Verkaufszahlen zu rechnen, während das erhöhte Preisbewusstsein im Zielmarkt für große Krankenhäuser zu Rückgängen führen wird.

Umsatzzuwachs für sämtliche Systeme

Was die einzelnen Sektoren des Europamarkts für Geräte zur Herz-Kreislauf-Überwachung betrifft - Ruhe-EKG-Systeme, EKG-Datenmanagementsysteme, Belastungs-EKG-Systeme, Langzeit-EKG-Systeme (Holter) und Ergeignis-EKG-Systeme -, ist laut Frost & Sullivan überall mit Zuwächsen zu rechnen.

Die höchsten Steigerungsraten bis zu einem Gesamtumsatz von 50,6 Millionen US-Dollar im Jahr 2009 dürften im größten Sektor für Ruhe-EKG-Systeme zu verzeichnen sein. Am schnellsten expandieren wird aller Voraussicht nach der Bereich für EKG-Datenmanagementsysteme; hier geht Mirza von einem durchschnittlichen Jahreswachstum von 8,3 Prozent bis 2009 aus. Die wichtigsten Impulse werden dabei von der zunehmenden Nachfrage nach effizienter Informationsintegration über die gesamte Krankenhaus-Organisation hinweg ausgehen.

Wirtschaftsflaute macht sich auch in diesem Markt bemerkbar

Bei allen positiven Vorzeichen leidet die Branche jedoch nach wie vor unter den Auswirkungen der generellen globalen Wirtschaftsflaute. "Der Druck infolge von Kostensparmaßnahmen war von Endnutzern in Krankenhäusern und kleinen Kliniken gleichermaßen zu spüren - besonders, wenn es um die Anschaffung modernster Hightech-Geräte ging", bemerkt Mirza. "Folglich haben die Endnutzer die Fristen bis zur Ersatz- oder Neubeschaffung teurer medizinischer Geräte immer weiter verlängert. Davon waren auch Systeme zur Herz-Kreislauf-Überwachung nicht ausgenommen. Der Markt ist extrem preisempfindlich: Die Endnutzer fordern mehr Merkmale für weniger Geld, sogar bei der Ersatzbeschaffung."

Anbieter müssen flexibel sein

Diese Situation erfordert eine äußerst flexible Reaktion von den 20 wichtigsten Playern in diesem Markt, darunter große internationale Konzerne (GE Medical Systems, Schiller, Philips Medical Systems, Del Mar Reynolds Medical und Quinton Cardiology Systems) sowie kleine und mittlere Unternehmen (Getemed AG, Esaote Biomedica, Fukuda Denshi, Mortara Instruments, Nihon Kohden, Siemens Medical und Welch Allyn). Als erfolgskritische Faktoren nennt Frost & Sullivan eine verstärkte Konzentration auf Produktspektrum, Funktionalität (zum Beispiel Datenmanagement und Kompatibilität), Flexibilität, die Fähigkeit zur Vernetzung und Kommunikation mit anderen Systemen, Nutzerfreundlichkeit, Zuverlässigkeit und wettbewerbsfähige Preise.

Osteuropa verspricht Umsatz

Zusätzlich rät die Analyse den Akteuren im Markt für Geräte zur Herz-Kreislauf-Überwachung zu einem Engagement in den neuen osteuropäischen Märkten. Denn wenn diese Länder mit dem Aufbau elementarer Gesundheitssysteme beginnen, dürfte auch die Nachfrage nach Herz-Kreislauf-Überwachungssystemen der unteren und mittleren Preiskategorie steigen.

Titel der Analyse: Frost & Sullivan’s Analysis Of The World Cardiovascular Monitoring Equipment Markets (Report A631), Preis der Analyse: Euro 3.927,--

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://medicaldevices.frost.com

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