Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Studie: Auswirkungen Agrarpolitik auf die EU-Osterweiterung

29.04.2004


Neue Studie zu den Chancen für Schutzgebiete in den Beitrittsstaaten:- Naturschutz, Tourismus und Landwirtschaft gehören zusammen



Vor dem Hintergrund der EU-Osterweiterung am 1. Mai 2004 hat das Bundesamt für Naturschutz (BfN) eine Studie über die Auswirkungen der gemeinsamen Agrarpolitik für Schutzgebiete in Polen, Litauen und der Slowakei in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse liegen jetzt vor.



Anlässlich der Veröffentlichung der Studie, die von einem Team osteuropäischer Wissenschaftler unter der Leitung des Europabüros der IUCN erarbeitet wurde, erklärt der Präsident des Bundesamtes für Naturschutz, Professor Dr. Hartmut Vogtmann: "Auch in den osteuropäischen Länder ist jetzt der Zugang zu den Instrumenten der europäischen Agrar- und Strukturpolitik gewährleistet. Mit ihnen kann eine integrierte ländliche Entwicklungspolitik für Natur und Mensch verfolgt werden. Naturschutz, Tourismus und Landwirtschaft gehören zusammen und bieten insbesondere für die Schutzgebiete große sozioökonomische Chancen. Um diese zu nutzen, bedarf es jedoch zusätzlicher Aktivitäten. Das BfN wird sich vor allen Dingen dafür einsetzen, dass die Naturschutzverwaltungen und Umweltverbände durch einen Erfahrungsaustausch untereinander und mit Partnern aus anderen Ländern gestärkt werden. Auch werden wir uns dafür einsetzen, dass der Zugang zu Agrarumweltprogrammen vereinfacht wird.".

Die Studie befasst sich vor dem Hintergrund der Erfahrungen, die mit der europäischen Agrarpolitik in der EU 15 gewonnen wurden und den absehbaren Agrarmarktentwicklungen in den osteuropäischen Ländern u.a. mit folgenden Fragestellungen: Welche Rolle spielt die Landwirtschaft gegenwärtig für den Naturreichtum, beispielsweise im Nationalpark Bierbrza oder in den Karpaten? Welche Produktionsschwerpunkte und welche Naturschutzpotentiale und -risiken weisen diese Gebiete auf? Wie informiert sind die Naturschutzverwaltungen über die Fördermöglichkeiten aus den EU-Agrar- und Strukturfonds? In ihren Schlussfolgerungen weist die Expertengruppe eindringlich auf die Notwendigkeit einer Vereinfachung des Zugangs zu Agrarumweltprogrammen hin. Eine Forderung, die auch in anderen Regionen Europas erhoben wird.

Hinweis: Die Studie "Study on the Impacts of the Common Agricultural Policy (CAP) on Protected Areas in Chosen EU-Acceding Countries: Lithunia, Poland, Slovakia" ist in gedruckter Form als Skript 100 zu erhalten. Bezugsadresse: Bundesamt für Naturschutz, Abteilung II 1, Konstantinstraße 110, 53179 Bonn Internet: www.bfn.de

| idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Impfstoffe zuverlässig inaktivieren mit Elektronenstrahlen

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Darmkrebs: Wenn die Wachstumsbremse fehlt

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Riesensalamander, Geckos und Olme – Verschwundene Artenvielfalt in Sibirien

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie