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Parkinson-Medikament auch bei Restless-Legs-Syndrom wirksam

26.04.2004

Der Arzneiwirkstoff Pergolid, der normalerweise in Parkinson-Medikamenten eingesetzt wird, ist auch beim Restless-Legs-Syndrom (RLS - Syndrom der unruhigen Beine) wirksam. Das hat jetzt eine internationale Studie nachweisen können, an der Forscher aus insgesamt sieben Ländern mitgewirkt haben und deren Ergebnisse in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift "Neurology" (Erscheinungsdatum: 27. April 2004) veröffentlicht werden.

Erste Langzeitstudie, die den Nachweis der Wirksamkeit des Parkinson-Medikaments Pergolid bei RLS erbringt

Das Restless-Legs-Syndrom wurde 1945 erstmals wissenschaftlich beschrieben und betrifft zwischen fünf und zehn Prozent der Bevölkerung. Es gehört damit zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Die Symptome sind sensorische und motorische Abnormalitäten vor allem der Beine, seltener auch der Arme sowie ein Zwang, sich zu bewegen, der vor allem in Ruhesituationen auftritt, etwa beim Einschlafen. Als Folge von RLS kommt es zusätzlich zu erheblichen Schlafstörungen sowie zu Ermüdungserscheinungen am Tage.

Wie die Erstautorin der jetzt veröffentlichten Studie, Prof. Dr. Claudia Trenkwalder, Ärztliche Leiterin der auf die Behandlung der Parkinson-Erkrankung und des Restless-Legs-Syndroms spezialisierten Paracelsus-Elena-Klinik in Kassel, betont, ist dies die erste Langzeitstudie, die die Wirksamkeit von Pergolid bei RLS nachweist. Die prospektive Doppelblind-Studie, in die 100 Patienten im Alter zwischen 18 und 75 Jahren einbezogen waren und an der insgesamt 17 medizinische Einrichtungen in sieben Ländern (Australien, Belgien, Deutschland, Finnland, Italien, Niederlande, Spanien) beteiligt waren, war in zwei Stufen aufgebaut und über ein Jahr angelegt. Dabei waren die Patienten in Phase 1 der Studie für sechs Wochen nach dem Zufallsprinzip entweder mit niedrig dosiertem Pergolid oder einem Plazebo behandelt worden. Nach sechs Wochen wurden die Patienten, die auf der "Patient Global Impression (PGI) Skala" eine Verbesserung durch die Medikation zeigten, für weitere zwölf Monate mit Pergolid oder Placebo behandelt. Patienten, die keine Verbesserung zeigten, wurden offen mit Pergolid weiterbehandelt.

Ergebnis: Pergolid verbessert die Symptome von RLS deutlich

Bereits in der ersten sechswöchigen Phase der Studie konnten unter der Behandlung mit Pergolid deutliche Verbesserungen vor allem im sogenannten "periodic limb movements during sleep"-Index (PLMS) festgestellt werden. Auch berichteten die Patienten von einer Verbesserung der Schlafqualität. Nach zwölf Monaten Behandlung (Phase 2) wurden bei den Patienten, die Pergolid erhielten, signifikante Verbesserungen bei den RLS-Symptomen erreicht. Als Nebenwirkungen der Pergolid-Gabe wurden bei manchen Patienten Übelkeit und Kopfschmerzen beobachtet.

Claudia Trenkwalder: "Unsere Studie zeigt, dass Pergolid (Handelsname: Parkotil) die PLMS-Messungen substanziell und dauerhaft verbessert und die subjektiven Schlafstörungen als Folge von RLS verringert." Außerdem, so die ärztliche Leiterin der Paraclesus-Elena-Klinik in Kassel weiter, hätten die Patienten die Behandlung mit niedrig dosiertem Pergolid gut toleriert.

Thema "Unruhige Beine" in der NDR-Fernseh-Sendung "Visite" am 27.April 2004

Das Restless-Legs-Syndrom ist auch eines der Themen der NDR-Fernsehsendung "Visite" am 27. April 2004 um 20.15 Uhr. Als Studiogast ist dazu Prof. Dr. Claudia Trenkwalder von der Paracelsus-Elena-Klinik in Kassel eingeladen.

Hintergrund

Die Paracelsus-Elena Klinik in Kassel-Wilhelmshöhe ist ein neurologisches Krankenhaus und gilt als eine der führenden Spezialeinrichtungen zur Behandlung des Parkinson-Syndroms, des Restless-Legs-Syndroms und weiterer Bewegungsstörungen. Ihren Namen verdankt die Klinik der damaligen Schirmherrin Königin Elena von Italien (1879-1952), einer engagierten Förderin der Erforschung und Behandlung des Parkinson-Syndroms. Seit 1980 gehört die Elena-Klinik zur Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH. Die private Klinik-Gruppe Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH betreibt derzeit insgesamt 29 Einrichtungen an 24 Standorten, darunter 17 Akutkliniken

Dr. Uwe K. Preusker | Paracelsus Kliniken Deutschland
Weitere Informationen:
http://www.pk-mx.de

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