Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Marktanalyse "Lebensmittelemulgatoren"

23.04.2004


Europamarkt für Lebensmittelemulgatoren: Loyalere Kunden durch Innovation und Flexibilität



Die Anbieter von Lebensmittelemulgatoren stellen sich zunehmend auf die Bedürfnisse ihrer Kunden ein und bieten Bäckereien und Süßwarenherstellern Produkte, die exakt auf die Verarbeitungsmethoden und Merkmale der Endprodukte abgestimmt sind. Damit verschaffen sich vor allem große Anbieter einen immensen Wettbewerbsvorteil, da sie ihren Hauptumsatz nicht mehr mit billigen Massenprodukten erzielen müssen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Unternehmensberatung Frost & Sullivan in einer neuen Analyse zum Europamarkt für Lebensmittelemulgatoren.



Derzeit investieren die meisten großen Hersteller hohe Summen in finanzielle und technische Ressourcen, um ihren Kunden innovative, auf die individuellen Anforderungen abgestimmte Produkte anbieten zu können und sich somit deren Loyalität zu sichern. Weitere Schwerpunkte sind der Ausbau des Kundenservice und die Verbesserung der Liefersysteme.

„Zusätzlichen Mehrwert können auch Neuentwicklungen bei den verschiedenen Formen bringen, in denen Emulgatoren angeboten werden“, meint Anna Ibbotson, Food Research Manager bei Frost & Sullivan. „So lässt sich zum Beispiel durch den Einsatz verkapselter Produkte oder pumpfähiger Systeme der Produktionsprozess vereinfachen. Gleichzeitig reduzieren sich die Kosten für Lagerung und Verarbeitung.“

Nachfrage steigt durch wachsenden Absatz von Convenience Food

Wachstumsimpulse von außen erhält die Branche momentan durch die Ausweitung des Endnutzermarktes. Ein wichtiges Beispiel ist die rasche Expansion des Markts für Convenience Food – Fertiggerichte, gekühlte Lebensmittel und Desserts – in Südeuropa. Auch in Deutschland und weiteren europäischen Ländern, wo die industrielle Fertigung von Backwaren zunehmend an Bedeutung gewinnt, steigt derzeit die Nachfrage nach Emulgatoren.

Enzyme drängen Emulgatoren aus Backwaren

Bei allem Potenzial müssen sich die Hersteller von Lebensmittelemulgatoren einer Herausforderung stellen: Speziell im Sektor für Backwaren werden Emulgatoren zunehmend durch Enzyme ersetzt. Grund dafür sind die Vorteile, die Enzyme in Bezug auf Konsistenz, Volumen, Haltbarkeit und ihre Eigenschaften als Verarbeitungshilfsmittel bieten. Ein wichtiges Argument ist zudem die Tatsache, dass Enzyme nicht von der EU-Richtlinie betroffen sind, nach der Lebensmittel ohne genetisch modifizierte Organismen, also GMO-freie Lebensmittel, auf Etiketten als solche gekennzeichnet werden müssen.

Nachweis GMO-freier Lebensmittel sorgt für Rückgang

„Die neuen Bestimmungen werden einen erhöhten Bedarf an zertifizierbaren GMO-freien Produkten nach sich ziehen“, meint Ibbotson. „Zumindest in der Anfangsphase dürfte es Probleme bei der Etablierung von Prüfsystemen geben. Zudem ist mit einem Mangel an zertifiziertem Material zu rechnen, was zu Preissteigerungen und folglich zu einem Rückgang der Nachfrage nach Emulgatoren führen wird. Mittelfristig werden die Nachweissysteme für GMO-Freiheit dann besser organisiert sein, und das Preisniveau wird sich wieder stabilisieren.“

Restriktionen als Beschwichtigung für Verbraucher?

Sollten sich genetisch modifizierte Lebensmittel nach verbreitetem Konsum als unproblematisch für Gesundheit und Umwelt erweisen, dürften die Verbraucher ihre negative Haltung langsam aufgeben. Dies ist ein wünschenswertes Szenario für die Hersteller von Emulgatoren, zumal EU-Organisationen der Ansicht sind, dass GMO-Produkte unschädlich sind und Restriktionen nur der Beschwichtigung der Verbraucher dienen sollen.

Hohe Preise sorgen für hohe Gewinnspannen

Mit der Einführung neuer EU-Vorschriften zur lückenlosen Herkunftsverfolgbarkeit GMO-freier Materialien werden die Preise für natürliche Emulgatoren in die Höhe schnellen. Dies sichert den Herstellern qualitativ hochwertiger natürlicher Emulgatoren einerseits hohe Gewinnspannen, andererseits ist mit einer wachsenden Konkurrenz von Seiten des Sektors für (vergleichsweise billige) synthetische Emulgatoren zu rechnen.

„In diesem Umfeld ist zu beachten, dass jeder Kunde seine eigenen Anforderungen hat, was Preis und Qualität betrifft“, so Ibbotson abschließend. „Wer sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen will, muss seine Produktpalette so zusammenstellen, dass sämtliche Bedürfnisse abgedeckt werden.“

Marktführer im europäischen Markt für Lebensmittelemulgatoren sind Danisco, Quest und Palsgaard, die fast die Hälfte des europäischen Umsatzanteils auf sich vereinen. Weitere Anbieter sind Cognis, AB Technology, Beldem, Oleon, Solae, ADM, Degussa und Cargill.

Auf Anfrage übersendet Frost & Sullivan eine kostenfreie Zusammenfassung der Analyse zum Europamarkt für Lebensmittelemulgatoren in englischer Sprache per E-Mail. Anfragen können gerichtet werden an Katja Feick (katja.feick@frost.com). n

Titel der Analyse: Frost & Sullivan’s Analysis Of The European Food Emulsifiers Market (Report B193), Preis der Analyse: Euro 5.000,--

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://food.frost.com

Weitere Berichte zu: Emulgator Enzym Food Ibbotson Lebensmittelemulgator

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie