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Technologie aus Deutschland weltweit gefragt

21.04.2004


Mikro- und Nanotechnik mit größtem Innovationspotential / Gute Perspektiven für Elektroingenieure

Deutschland wird seine internationale Spitzenposition in der Elektrotechnik, Automation und Medizintechnik bis zum Ende des Jahrzehnts weiter ausbauen. In der Mikro- und Nanotechnik liefern sich Amerika, Europa und Asien ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Das unterstreicht der VDE Innovations-Monitor 2004, eine Umfrage unter 1.250 Mitgliedsunternehmen des Verbandes. Etwa ein Drittel der Unternehmen rechnet dabei weiterhin mit einem Expertenmangel. Besonders betroffen sind kleine und mittelständische Elektronikfirmen sowie die Bereiche Forschung/Entwicklung und IT. Steigenden Bedarf an Elektroingenieuren erwarten die Unternehmen überdies in Marketing/Vertrieb (36 %) und Beratung (27 %). Die etwa 7000 Absolventen in der Elektro- und Informationstechnik in 2004 sind nicht ausreichend, den Bedarf in Industrie und Wissenschaft zu decken, so der VDE.

Wo steht Deutschland im internationalen Vergleich bei den Zukunftstechnologien? Die VDE-Trendstudie zeigt, welche Innovationsfelder Deutschlands Wachstumsmotoren sind, aber auch wo der Standort sich Herausforderungen stellen muss. Die größten Hemmnisse sehen die Unternehmen derzeit in gesetzlichen Rahmenbedingungen und Bürokratie (58 %), weit vor konjunkturellen Einflüssen (21 %) oder dem gesellschaftlichen Klima insgesamt (14 %). Die größten Innovationspotentiale werden bis 2010 der Mikro- und Nanotechnik zugerechnet. "Gerade in diesen Zukunftstechnologien müssen wir uns sehr viel stärker engagieren", so VDE-Präsident Prof. Klaus Wucherer.

Auf den Standort Deutschland setzen die Unternehmen vor allem in Forschung und Entwicklung. 87 Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen planen keine wesentliche Verlagerung ihrer F&E-Aktivitäten ins Ausland. Auch eine Abwanderung der Produktion ist für 70 Prozent derzeit kein Thema. Anders sieht es bei den deutschen Niederlassungen internationaler Unternehmen aus. Dort sind Standortverlegungen auch im Bereich F&E wesentlich häufiger im Gespräch.

Rund 70 Prozent der Unternehmen erwirtschaften ihren Umsatz zunehmend mit neuen Produkten. 35 Prozent verzeichnen sogar einen stark wachsenden Anteil von Neuentwicklungen. Dafür notwendige Innovationsimpulse werden in den nächsten zwei Jahren in erster Linie von der Informationstechnologie (70 %) und der Elektrotechnik (58 %) erwartet. Für Deutschland ein positiver Trend, so der Verband. Mehr als 80 Prozent der Exporte hängen von diesen Schlüsseltechnologien ab.

Ein weiterer wichtiger Standortfaktor ist die Entwicklung in Forschung, Wissenschaft und Lehre. "Deutschland braucht motivierten Nachwuchs, hochqualifizierte Experten und exzellente Netzwerke zwischen Wissenschaft und Industrie", fordert VDE-Präsident Prof. Klaus Wucherer. Gut 40 Prozent der befragten Unternehmen arbeiten bereits heute intensiv mit Hochschulen zusammen. Bis 2006 will jede zweite Firma neue Kooperationsprojekte starten. Präsident Prof. Klaus Wucherer: "Es müssen jetzt auch die politischen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden, dass Deutschland wieder ein Magnet für innovative Firmen, für die besten Ideen und Köpfe wird."

Fakten im Überblick: VDE Innovations-Monitor 2004 Befragung von Führungskräften der VDE-Mitgliedsunternehmen

- Ca. 70 % bestätigen Deutschland/Europa die höchste Innovationskraft weltweit in Elektrotechnik, Automation und Medizintechnik.

- 69 % erwirtschaften einen zunehmenden (35 % einen stark zunehmenden) Anteil des Umsatzes mit neuen Produkten.

- 70 % planen derzeit keine wesentliche Produktionsverlagerung ins Ausland.

- 87 % setzen in Forschung und Entwicklung (F&E) auch in Zukunft auf den Standort Deutschland.

- 31 % werden ihren Bedarf an IT- und Elektroingenieuren in 2004 nicht mit Fachkräften aus Deutschland decken können.

- 50 % verstärken oder starten bis 2006 die Kooperation ihrer Unternehmen mit Hochschulen.

Ursula Gluske-Tibud | VDE
Weitere Informationen:
http://www.vde.com

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