Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schwerverletzte in Deutschland - wie gut werden sie versorgt?

17.05.2001


Traumaregister dokumentiert Verletzungen und die Behandlung imKrankenhaus

Unfälle im Straßenverkehr oder bei der Arbeit sind die häufigsten Ursachen für schwere Verletzungen. Genaue Informationen über die Art der Verletzung und die Behandlung im Krankenhaus liefert das Traumaregister der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), das derzeit seinen Sitz in Köln hat. In einer Datenbank werden seit 1993 alle Einzelheiten anonymisiert dokumentiert. Rund 70 Kliniken in Deutschland erheben die Daten und senden sie an drei Referenzzentren, die die Fragebögen auswerten. Das Traumaregister ist somit auch ein wichtiges Instrument der Qualitätssicherung.

Bei den schweren Traumata stehen Kopf und Brustkorb an erster Stelle, gefolgt von Armen und Beinen. Dank der Gurtpflicht und dem Airbag-System gingen Verletzungen des Bauchraumes zurück - sie treten meist nur noch bei Motorrad- und LKW-Fahrern auf.

Die Daten des Traumaregisters ermöglichen auch einen Vergleich der Leistungen in den einzelnen Kliniken. Die Unfallchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) konnte ihre Ergebnisse in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich verbessern: Bei gleicher Verletzungsschwere starben weniger Patienten (1999: 13,2 %, 1998: 18,8 %). Ebenfalls positiv: Es überlebten mehr Verunglückte als eigentlich aufgrund der Art der Traumata zu erwarten gewesen wäre. Gleichzeitig lag die Anzahl der Operationen in der MHH höher als im Bundesdurchschnitt - ein Grund dafür mag der hier stationierte Hubschrauber Christoph 4 sein, durch den vor allem die schwereren Fälle in die Hochschule gelangen. Schließlich erfolgt die Diagnostik in der MHH besonders schnell. Das bewährte Qualitätsmanagement der MHH-Unfallchirurgie wird in den nächsten Jahren weiter ausgebaut - mit Hilfe eines Schulungszentrums und der fortlaufenden Weiterbildung für Leitende Notärzte.

Um die Arbeit des Traumaregisters zu unterstützen, fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft seit Anfang Januar das Vorhaben mit 150.000 Mark und finanziert sieben Vollzeitstellen zur Datenerfassung und Auswertung.

Weitere Fragen beantworten gern Professor Dr. Hans-Christoph Pape, Unfallchirurgie der MHH, Telefon: (0511) 532-2072, E-Mail: Pape.Hans-Christoph@mh-hannover.de, Professor Dr. Edmund Neugebauer, Universität Köln, Telefon: (0221) 98 95 70, E-Mail: sekretariat-neugebauer@uni-koeln.de, Professor Dr. Hans-Jörg Oestern, Allgemeines Krankenhaus Celle, Telefon: (05141) 72 11 00, E-Mail: sekretariat@akh-celle.de

Dr. Arnd Schweitzer | idw

Weitere Berichte zu: MHH Schwerverletzt Trauma Traumaregister Unfallchirurgie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Dialysepatienten besser vor Lungenentzündung schützen
17.01.2018 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Neue Studie der Uni Halle: Wie der Klimawandel das Pflanzenwachstum verändert
12.01.2018 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie