Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unternehmen verschenken beim Einkauf jeden fünften Euro

18.03.2004


Unternehmen verschenken beim Einkauf bares Geld. Etwa 15 bis 20 Prozent ertragsrelevantes Einsparpotenzial lassen sich durch die Optimierung des Einkaufs realisieren. Zu dieser Einschätzung kommt eine Marktbeobachtung der Unternehmensberater von procuring&consulting.

Die Gründe: Ein ineffizientes Beschaffungswesen, einzelne Abteilungen kaufen an der Einkaufsabteilung vorbei ein und unzureichende Vorbereitung auf die Verhandlungen mit den Zulieferern. Die Ursache für das häufig mangelhafte Beschaffungswesen liegt in der reinen Umsatz- und Expansionsorientierung vieler Unternehmen. Dass auch beim Einkauf ertragrelevantes Kapital schlummert, wird häufig vernachlässigt. In Zeiten wirtschaftlicher Sparzwänge und Basel II gewinnt die strategische Optimierung der Beschaffung allerdings zunehmend an Bedeutung.

In vielen Unternehmen hat der Einkauf im Unternehmensprozess eine nachgelagerte, rein auf die Umsetzung interner Vorgaben ausgerichtete Position. Die Fachbereiche verhandeln mit den Lieferanten über die benötigten Güter, der Einkauf kann anschließend meist lediglich Skontokonditionen aushandeln. Eine strategische und methodische Vorgehensweise wird so von vornherein ausgeschlossen. Optimale Lieferantenauswahl und eine starke Verhandlungsbasis gegenüber den Zulieferern kann nicht erreicht werden. Die Unternehmen verschenken Geld, dass Sie dringend gebrauchen könnten.

Auch die technische und personelle Unterstützung des Einkaufs ist in vielen Unternehmen nicht ausreichend. So erfolgt zum Beispiel die Qualifizierung der Einkäufer nicht auf dem gleichen Niveau wie im Marketing und Vertrieb. Unternehmen, die so handeln, übersehen, dass die Beschaffung nicht einkauft, sondern dem Zulieferer Umsatz verkauft. Der Einkauf eines Unternehmens könnte also gegenüber den Zulieferern eine viel stärke starke Position einnehmen. Voraussetzung dafür ist allerdings eine Optimierung des Beschaffungswesen.

Ausgangspunkt einer solchen Optimierung ist stets eine Analyse der betriebswirtschaftlichen Beschaffungsdaten und des darauf aufbauenden Beschaffungsvorgehen des Unternehmens. Ergebnis dieser Potenzialanalyse ist ein Maßnahmenplanung und die Ausweisung der monetären Potenziale, die es gemeinsam zu realisieren gilt. Die Philosophie von procuring&consulting ist hierbei, die Funktion der Einkaufsorganisation als internen Dienstleister zu implementieren. Mit dem Bewusstsein, die Ertragssituation maßgeblich zu beeinflussen und somit zur Unternehmenssicherung beizutragen, wird Akzeptanz für veränderte einkäuferische Vorgehensweise geschaffen.

Sven Cames | procuring&consulting
Weitere Informationen:
http://www.procuring-consulting.de

Weitere Berichte zu: Beschaffungswesen Optimierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu sicherem Autofahren bis ins hohe Alter
19.06.2017 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften