Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschlands Unternehmens-Forschung international stark vernetzt

08.03.2004


Studie: Globale Unternehmen bauen Forschung in Deutschland aus

Nach den Daten neuer wissenschaftlicher Studien verfügen Deutschlands Unternehmen im Vergleich mit anderen großen Industrienationen über eines der am stärksten international vernetzten Forschungssysteme. Dies spiegele sich auch in der technologischen Dienstleistungsbilanz wider, heißt es in zwei vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Auftrag gegebenen Studien, die am Montag in Berlin veröffentlicht wurden.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) untersuchte die Aktivitäten für "Forschung und Entwicklung in multinationalen Unternehmen". Das Niedersächsische Institut für Wirtschaftsforschung (NIW) analysierte die "Technologischen Dienstleistungen in der Zahlungsbilanz". Beide Studien unterstreichen die Notwendigkeit der weiteren Internationalisierung des deutschen Bildungs- und Forschungssystems, wie sie vom BMBF vorangetrieben wird.

Nach den Zahlen des DIW Berlin stammt inzwischen jeder vierte Euro, den die Wirtschaft in Deutschland in die Forschung investiert, aus den Forschungsetats ausländischer Unternehmen. Das sind rund 30 Prozent mehr als noch 1997. Gleichzeitig stieg die Zahl der von ausländischen Unternehmen im Bereich Forschung und Entwicklung (FuE) in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter um die Hälfte. Insgesamt gaben im Jahr 2001 die ausländischen Unternehmen 11,5 Milliarden Euro für FuE in Deutschland aus. Deutsche Unternehmen investierten im selben Jahr rund 11,9 Milliarden Euro für FuE im Ausland. Die Analysten des DIW Berlin weisen darauf hin, dass gerade die deutschen Unternehmen mit Forschungsaktivitäten im Ausland auch Schrittmacher für FuE im Inland sind. Insofern kann von der zuweilen befürchteten Verlagerung von FuE ins Ausland keine Rede sein.

Die Studie des NIW weist auf die wachsende Bedeutung der Zahlungen für Patente und Lizenzen sowie für Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen hin. Diese seien allerdings vor allem auf wenige Großunternehmen und Großtransaktionen innerhalb multinationaler Unternehmen konzentriert. Sie seien häufig bilanztechnisch motiviert und gäben daher kaum Aufschluss über den tatsächlichen Wert der ausgetauschten FuE-Leistungen.

| BMBF
Weitere Informationen:
http://www.technologische-leistungsfaehigkeit.de/_downloads/fue_in_multinationalen_unternehmen_tlf.pdf
http://www.technologische-leistungsfaehigkeit.de/_downloads/technologische_dienstleistungen_tlf.pdf

Weitere Berichte zu: BMBF DIW FuE NIW Wirtschaftsforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen