Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie bewertet Nanotechnologie in der Umwelttechnik

20.02.2004


Fraunhofer IAO und das IAT der Universität Stuttgart haben das Zukunftspotenzial der Mikro- und Nanotechnologie für die Umwelttechnik in Baden-Württemberg bewertet. Die Ergebnisse wurden in einer Studie für das Umwelt- und Verkehrsministerium zusammengefasst.



Die Mikro- und Nanotechnologie zählt zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Die Erwartungen reichen von der Hoffnung, bestehende Produkte und Prozesse zu optimieren bis hin zur Vision, die Produktion und das gesellschaftliche Leben revolutionär neu zu gestalten.

... mehr zu:
»IAT »Mikro »Nanotechnologie »Umwelttechnik


Um die Einsatzpotenziale dieser Zukunftstechnologien für die Umwelttechnik in Baden-Württemberg einzuschätzen, hat das Ministerium für Umwelt und Verkehr eine Studie in Auftrag gegeben. Das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart hat die Technologiebewertung gemeinsam mit Fraunhofer IAO durchgeführt.

Auf Grundlage von Literaturstudien, Interviews mit ausgewählten Experten und Patentrecherchen wurden zukünftige Marktpotenziale identifiziert, Hemmnisse eines Technologieeinsatzes beschrieben und mit dem Stand der umwelttechnischen Industrie Baden-Württembergs verglichen. Damit soll die Spitzenstellung, die Baden-Württemberg in einigen Bereichen der Mikro- und Nanotechnologie hat, ausgebaut und gezielt zur Förderung der Umwelttechnik und darin tätiger Unternehmen eingesetzt werden.

Wie die Studie zeigt, befindet sich die Nanotechnologie zu einem Großteil noch in der Grundlagenforschung. Das Innovationspotenzial bezieht sich bisher auf die Eigenschaften bestehender Produkte. Allerdings bieten sich einige potenzielle Anwendungsfelder in der Umwelttechnik, hauptsächlich im Bereich der Katalyse, der Sensorik, der Oberflächen mit spezifischen Eigenschaften, der Trenn- und Aufbereitungsverfahren sowie der Energiesysteme. Die Studie zeigt aber auch, dass die Nanotechnologie in der Umwelttechnik noch weitgehend unbekannt ist. Während die Entwicklung der Nanotechnologie stark von den erforschten Möglichkeiten und Funktionalitäten getrieben ist, ist die Forschung in der Umwelttechnik problemorientiert. Beide Herangehensweisen müssen marktorientiert zusammengeführt werden. Weiter zeigt die Untersuchung, dass neben dem zu fördernden Informationsaustausch die Rahmenbedingungen wie Infrastruktur, qualifizierte Arbeitskräfte und Finanzkapital ausschlaggebend sind für einen Einsatz der Nanotechnologie in der Umwelttechnik.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer IAO
Daniel Heubach, Severin Beucker
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon: +49 (0) 7 11/9 70-23 54, Fax: +49 (0) 7 11/9 70-22 87
E-Mail: Daniel.Heubach@iao.fraunhofer.de; Severin.Beucker@iao.fraunhofer.de

Juliane Segedi | idw
Weitere Informationen:
http://www.bum.iao.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: IAT Mikro Nanotechnologie Umwelttechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie