Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ernährung vor der Geburt beeinflusst Lebenserwartung

29.01.2004


Negative Auswirkungen bei Mäusen nachgewiesen



Mütter, die sich vor der Geburt schlecht ernähren, könnten direkt die Lebenserwartung ihrer Kinder verringern. Wissenschaftler der University of Cambridge haben in Versuchen mit Mäusen nachgewiesen, dass der Nachwuchs von eiweißarm ernährten Tieren Monate vor seinen Altersgenossen starb. Diese Zeitspanne entspricht der von Jahren beim Menschen. Der negative Effekt verstärkte sich, wenn der Nachwuchs mittels einer fett- und zuckerreichen Ernährung den erlittenen Mangel aufzuholen versuchte. Die Ergebnisse der Studie wurden in Nature veröffentlicht.

... mehr zu:
»Ernährung »Lebenserwartung


Die genauen Auswirkungen der mütterlichen Ernährung auf die menschliche Gesundheit sind schwer zu messen. Es ist laut nicht geklärt, ob Mäuse genaue Anhaltspunkte dafür liefern, was beim Menschen in einer vergleichbaren Situation passiert. Zumindest bei Tieren scheint es jedoch so zu sein, dass bereits geringfügige Veränderungen in der Ernährung der Muttertiere einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit des Nachwuchses haben.

Für die Studie wurden die trächtigen Mäuse eiweißarm ernährt. Ein Teil der Tiere erhielt auch nach der Geburt die gleiche Art von Nahrung. Mit 21 Tagen wurden die jungen Mäuse entwöhnt und erhielten entweder eine normale, gesunde Nahrung oder eine fett- und zuckerreiche. Die normal ernährte Kontrollgruppe lebte rund 765 Tage. Die fett- und zuckerreich ernährten Tiere lebten rund 715 Tage. Jene Tiere, deren Mütter nur die Hälfte des notwendigen Proteins erhalten hatten, die aber anschließend nahrhafte Milch erhielten und normal gefüttert wurden, lebten nur rund 568 Tage. Eine fett- und zuckerreiche Ernährung nach der Entwöhnung verringerte ihre Lebenserwartung weiter auf 517 Tage. Normal ernährte Föten, die nach der Geburt eine weniger nahrhafte Milch erhielten, lebten länger, auch wenn sie in der Folge fettreich ernährt wurden.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.cam.ac.uk
http://www.nature.com

Weitere Berichte zu: Ernährung Lebenserwartung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten