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Alternative Heilmittel können Krebsbehandlung gefährden

21.01.2004


Informationsdefizite bei Patienten und Ärzten



Viele Krebspatienten gefährden ihre Behandlung durch die Einnahme von ergänzenden Heilmitteln. Wissenschaftler des Homerton Hospital warnen vor den Risiken der Nebenwirkungen von Knoblauch, Lebertran und Johanniskraut. Die Befragung von mehr als 300 Patienten ergab, dass mehr als die Hälfte pflanzliche Heilmittel oder Präparate zur Nahrungsergänzung einnahm. Die Ergebnisse der Studie wurden im British Journal of Cancer veröffentlicht.

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Weniger als die Hälfte der Teilnehmer, die auf ergänzende Heilmethoden vertrauten, besprachen laut BBC die Einnahme mit dem behandelnden Arzt. Rund ein Drittel dieser Teilnehmer war sich über die genaue Wirkungsweise der eingenommen Mittel nicht sicher. Elf Prozent nahmen zusätzlich überhöhte Dosierungen ein. Frühere Studien haben nachgewiesen, dass einige der komplementären Heilmittel gefährliche Nebenwirkungen haben können und unerwünschten Reaktionen mit konventionellen Medikamenten möglich sind.

Die leitende Wissenschaftlerin Ursula Werneke erklärte, dass die neue Studie die Notwendigkeit einer intensiveren Kommunikation zwischen Arzt und Patient zeige. "Das wirkliche Problem ist, dass Ärzte nicht über das notwendige Fachwissen verfügen, um mit den zahlreichen potenziellen Risiken der Vermischung von konventioneller und komplementärer Medizin entsprechend umzugehen." Zu den am häufigsten von den Patienten eingenommenen Heilmitteln gehörten Echinacea, Nachtkerzenöl und Gingko. Mehr als zwölf Prozent der Teilnehmer waren von Apothekern entsprechend gewarnt worden - am häufigsten Patienten mit Erkrankungen der Lymphknoten, die Echinacea einnahmen, das die Antikörperbehandlung beeinflussen kann. Zusätzliche Warnungen wurden für Lebertran, Gingko, Knoblauch, Kava Kava und Beta-Caroten abgegeben.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.homerton.nhs.uk
http://www.nature.com/bjc

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