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Digitale Kluft zwischen Geschlechtern

19.01.2004


Abstand in Spanien und Italien am größten

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»Schicht »UCLA

Teilweise massive Unterschiede in der Internet-Nutzung von Männern und Frauen ortet eine von der kalifornischen Universität in Los Angeles UCLA vorgestellte Studie aus dem "World Internet Project". Generell sind acht Prozent mehr Männer Internet-User als Frauen, ergab die Untersuchung, die in 14 Ländern in Asien, Europa, Lateinamerika und in den USA durchgeführt wurde. Besonders deutlich ist die digitale Kluft zwischen den Geschlechtern in Spanien und Italien.

In den südeuropäischen Ländern beträgt das Gender-Gap an die 20 Prozent. So sind im Italien 41,7 Prozent der Männer, aber nur 21,5 Prozent der Frauen Internet-User, in Spanien beträgt das Verhältnis 46,4 zu 27,2 Prozent. Kaum geschlechtsspezifische Unterschiede gibt es dagegen in den USA (73,1 Prozent zu 69 Prozent) oder etwa Schweden (67,7 zu 64,4 Prozent). Deutschland liegt mit einem Mann-Frau-Abstand von 8,7 Prozentpunkten knapp über dem 14-Länder-Durchschnitt.


Generell, so die Studie, weist das Online-Verhalten quer über den Globus überraschend ähnliche Muster auf. "Der Internet-Gebrauch reduziert natürlich den Konsum des Fernsehens, während er auf der anderen Seite kaum Einschränkungen für das soziale Leben bedeutet", erklärte Jeffrey I. Cole, Leiter des UCLA Center for Communication Policy. Darüber hinaus hat das "World Internet Project" eine erstaunlich hohe Internet-Nutzung bei den ärmsten Schichten ergeben - wenngleich die digitale Kluft zwischen den Ärmsten und den Reichsten natürlich sehr stark ist. So haben in der Hälfte der untersuchten Länder immerhin 20 Prozent der Ärmsten Zugang zum Internet. In Schweden sind es aus dieser Schicht sogar fast 50 Prozent, in Korea 46,4 Prozent und in den USA 43,1 Prozent.

Allgemein ist der Anteil der Netizen in den USA mit 71,1 Prozent am höchsten. Es folgt - unter den untersuchten Ländern - Schweden mit 66,1 Prozent und Korea mit 60,9 Prozent. Deutschland liegt mit einem Anteil von 45,9 Prozent unter der magischen 50-Prozent-Marke. Quer durch alle untersuchten Länder hat die Studie ein weiteres überraschendes Resultat ergeben: Informationen aus dem Internet werden vom Großteil der User weltweit als genau und verlässlich angesehen.

Georg Panovsky | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ucla.edu
http://www.newsroom.ucla.edu/page.asp?ReINum=4849

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