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Milliardengrab Uni-Archiv: Diplomarbeiten verstauben im Regal

03.11.2003

Das Wissen ist da. Doch kaum einer hat die Chance, daraus auch Kapital zu schlagen. Mehr als 208.000 neue Diplom- und Magisterarbeiten haben allein im letzten Jahr die Regale deutscher Uni-Bibliotheken weiter beschwert. Allein mit den Arbeiten von 2002 gingen der Wirtschaft Erkenntnisse im Wert von mindestens 1,8 Milliarden Euro verloren, so eine Schätzung von Mummert Consulting.

Deutsche Unternehmen würden das brachliegende Potenzial der jungen Absolventen liebend gern nutzen. Doch die häufig vorhandenen innovativen Ansätze lassen sich nur schwer auffinden. Bis heute werden Diplom- und Magisterarbeiten in vielen Uni-Bibliotheken nicht einmal katalogisiert. Sie enden vielmehr als Bausteine meterhoher Stapel in den Fachbereichen. Ärgerlich für interessierte Firmen, frustrierend für Hochschulabgänger. Denn ihnen fehlt es meistens am Know-how, um ihre Ansätze zielgerichtet bei Firmen anzubieten.

Besonders im IT-Bereich braucht die Wirtschaft Ideen junger Hochschulabgänger. 80 Prozent der Firmen wünschen sich kreative Absolventen für ihre offenen Stellen. Das zeigt eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung. Hausarbeiten über Spezialthemen könnten der Wirtschaft Impulse geben und den Einsatz neuer Technologien forcieren.

Beiden Seiten - Wirtschaft und Hochschulabgängern - kann der "Innovation-Award 2004" helfen. Dahinter steckt eine branchenübergreifende Aktion von Mummert Consulting, CeBIT und Handelsblatt "Junge Karriere". Die begehrte Auszeichnung wird bereits zum dritten Mal vergeben. Geldprämien von insgesamt 5.000 Euro sind ausgelobt. Beinahe wichtiger als der finanzielle Anreiz ist jedoch die damit verbundene einmalige Chance für den qualifizierten Nachwuchs: Er kann ein Fachpublikum frühzeitig auf sich aufmerksam machen.

Die Aufgabe für den Nachwuchs ist klar: Begeistern Sie die deutsche Wirtschaft mit eigenen Vorstellungen für digitale Business-Lösungen. Gefragt sind innovative Ideen, Konzepte und Visionen rund um diesen AufgabenKomplex. Die Besten dürfen sich und ihre Arbeiten auf der CeBIT (18. bis 24. März 2004, Hannover) im Rampenlicht der Öffentlichkeit präsentieren. Damit verbunden ist die Chance auf einen außergewöhnlichen Karrierestart mit starken Partnern. Eine hochkarätige Jury mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft wird die Studien-, Diplom- oder Projektarbeiten nach drei Hauptkriterien beurteilen: Innovation, Praxisrelevanz sowie Darstellung. Mitentscheidend ist dabei eine praxisnahe Demonstration des wirtschaftlichen Nutzens auf der Basis einer wissenschaftlichen Ausarbeitung. Dies darf auch in Kooperation mit einem Unternehmen passieren.

Die eingereichten Arbeiten zum Thema "Innovative Business-Lösungen für die digitale Zukunft" müssen mindestens mit "gut" bewertet worden sein. Einsendeschluss ist der 13. Januar 2004. Ansprechpartner bei Mummert Consulting ist Kathrin Schwickert (Tel. 040-227 03 7615).

Jörg Forthmann | Mummert Consulting
Weitere Informationen:
http://www.mummert.de

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