Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hessischer Mittelstand ist Vorreiter bei digitaler Vernetzung

08.08.2003


Studie von IBM und Impulse untersucht Internet-Einsatz bei mittelständischen Unternehmen in Hessen


30 Prozent aller Mittelständler in Hessen sind mit ihren Kunden und Lieferanten vernetzt oder haben sogar eine komplette elektronische Lieferkette, bundesweit sind es nur 23 Prozent. Damit sind sie Spitzenreiter im bundesweiten Vergleich. Zudem erzielen die kleinen und mittleren Unternehmen in Hessen durch den Einsatz des Internets handfeste Geschäfts-vorteile: 91 Prozent stabilisieren oder steigern mit e-business ihren Umsatz, im Vergleich zu 82 Prozent bundesweit. Zu diesen Ergebnissen kommt die gemeinsame Studie "Internet und e-business im Mittelstand" von IBM und dem Unternehmermagazin Impulse. Die Resultate für Hessen, die auf der Befragung von 114 Mittelständlern basieren, wurden heute im Presseclub Frankfurt vorgestellt.

"Der hessische Mittelstand ist beim Thema digitale Vernetzung bundesweit absoluter Vorreiter", sagt Annett Cramer, Direktorin Vertrieb im IBM Geschäftsbereich Mittelstand für die Region Frankfurt. "Bereits 30 Prozent der hessischen Mittelständler vernetzen sich heute über ihre eigenen Unternehmensgrenzen hinweg mit Kunden oder Lieferanten und erzielen so handfeste Vorteile für ihr Geschäft." Mit einer eigenen Homepage präsentieren sich derzeit 85 Prozent (bundesweit 84 Prozent) der hessischen Mittelständler im Internet. 17 Prozent (bundesweit ebenfalls 17 Prozent) verkaufen ihre Waren über einen Web-Shop und sechs Prozent (bundesweit sieben Prozent) haben eine komplette elektronische Lieferkette.


Bei der Absicherung ihrer digitalen Daten sind die Mittelständler in Hessen besonders konsequent: 19 Prozent setzen dort digitale Signaturen ein, bundesweit liegt der Durchschnitt bei 16 Prozent. Eine Datenverschlüsselung findet bei 39 Prozent der hessischen Mittelständler statt - bundesweit nur 32 Prozent.

Internet-Geschäft muss sich rechnen

Die Mittelständler in Hessen sind von der Profitabilität ihrer Internet-Investitionen überzeugt. Zwar glauben auch hier 46 Prozent der Befragten, dass sich ihre Investitionen erst nach zwölf bis 24 Monaten amortisieren werden. Auf der anderen Seite akzeptieren in Hessen nur zehn Prozent, dass ihr Engagement bis auf weiteres nicht oder nie profitabel sein wird - dies ist der bundesweit niedrigste Wert.

Hessen setzen auf Linux als alternatives Betriebssystem

Die Studie zeigt zudem, dass der Mittelstand in Hessen das freie Betriebssystem Linux stärker als der Bundesdurchschnitt einsetzt. Derzeit nutzen 30 Prozent das offene Betriebssystem (bundesweit 25 Prozent), zukünftig wird diese Zahl sogar auf 36 Prozent anwachsen - im Bundesdurchschnitt werden es 30 Prozent sein. Entsprechend des Bundestrends dient Linux dabei hauptsächlich als Plattform für Internet-Server und Firewall.

Mehr Umsatz und kürzere Lieferzeiten durch e-business

Für Gesamtdeutschland sagt die Studie "Internet und e-business im Mittelstand" von IBM und dem Unternehmermagazin Impulse aus, dass inzwischen der Großteil des Mittelstands das Internet in ihre Unternehmensstrategie und Geschäftsprozesse integriert hat. Mit dem Einsatz des Internets wollen die Unternehmen vor allem neue Geschäftschancen nutzen (79 Prozent), sich enger am Kunden orientieren (54 Prozent) und angemessen auf den Wettbewerbsdruck reagieren (52 Prozent). Die tatsächlich erzielten Ergebnisse geben den mittelständischen Firmen Recht: Im Bundesdurchschnitt stabilisieren oder steigern 82 Prozent aller mittelständischen Unternehmen mit e-business den Umsatz - in Hessen gelingt dies sogar 91 Prozent der Unternehmen. Auch was die Verkürzung der Lieferzeiten angeht, liegt Hessen mit 43 Prozent vier Prozentpunkte besser als der Rest der Republik.

Die Studie

Die regionale Trendauswertung für das Bundesland Hessen ist Teil der Studie "Internet und e-business im Mittelstand", die IBM und das Unternehmermagazin Impulse seit 1999 zum fünften Mal gemeinsam in Auftrag gegeben haben. Für die Studie befragte das Marktforschungsinstitut TechConsult bundesweit rund 1000 Unternehmen mit 10 bis 999 Mitarbeitern. Rund elf Prozent der befragten Unternehmen stammen dabei aus Hessen. Insgesamt beschäftigen dort zur Zeit rund 284.100 Unternehmen etwa 3 Millionen Mitarbeiter. Dies entspricht rund 7,8 Prozent aller kleinen und mittelständischen Firmen Deutschlands und zirka 8,3 Prozent aller darin Beschäftigten.

Stefanie Fuchs | IBM
Weitere Informationen:
http://www.ibm.com

Weitere Berichte zu: Bundesdurchschnitt Linux Mittelstand Unternehmermagazin Vernetzung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie