Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Online-Shops kämpfen mit Vertrauensdefiziten

02.07.2003


Rund 50 Prozent der deutschen Surfer verweigern den Einkauf im Internet. Das Hauptproblem für mehr als die Hälfte von ihnen: Sie können die Waren vor dem Kauf nicht begutachten und prüfen. Jeder Dritte verzichtet zudem auf den Online-Einkauf, weil er mit den Angeboten der realen Geschäfte zufrieden ist. Auch die Angst vor Datenmissbrauch hält die Surfer vom Einkauf ab. Rund 30 Prozent nennen Angst vor Datenmissbrauch als Grund, noch nie im Internet eingekauft zu haben. Knapp jeder Fünfte hat zudem Angst vor fehlerhafter Abrechnung und lässt daher die Finger vom Geschäft per Mausklick. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie zum Internet-Zahlungsverhalten der Verbraucher (IZV6) der Universität Karlsruhe und der Mummert Consulting AG.


Online-Shops kämpfen mit Vertrauensdefiziten: Die Hälfte aller deutschen Internetnutzer kauft nicht im Internet ein. Als Hauptgrund dafür nennen 54 Prozent der Surfer, die nicht im Netz kaufen, dass sie die Waren im Internet nicht prüfen können. Jeder vierte Einkaufsverweigerer traut dem Geschäft an der virtuellen Ladentheke nicht, weil Reklamationen schwierig werden könnten. Fast jeder Dritte hat zudem Angst vor mangelhaftem Datenschutz. Der Anteil der Online-Shopper ließe sich erhöhen, würden die E-Shops ihren Service verbessern. Rund 28 Prozent kaufen nicht online, da Ihnen Beratung und Service fehlen.

Bekannte Web-Shops haben es leichter, Kunden zu gewinnen: Rund zwei Drittel der Online-Shopper tätigen ihre Einkäufe im Internet überwiegend bei bekannten Anbietern. Jeder Fünfte kauft im Netz ausschließlich bei bekannten Shops ein. Auch die Erfahrung der Internet-Nutzer mit dem Online-Medium beeinflusst das Kaufverhalten: Je unerfahrener die Surfer, desto seltener gehen sie auf Shoppingtour. Erfahrene Nutzer kaufen ihre Waren bis zu 20 Prozent häufiger im Internet als unerfahrene.


Warum Internetnutzer noch nicht über das Internet bestellt haben:

1. Ware nicht prüfbar (54 Prozent der Internetnutzer, die nicht im Web einkaufen)
2. Zufrieden mit "realen" Geschäften (35 Prozent)
3. Angst vor Datenmissbrauch (29 Prozent)
4. Fehlende Beratung und Service (28 Prozent)
5. Schwierige Reklamation (25 Prozent)
6. Ware nicht billiger als sonst (22 Prozent)
7. Aus Gewohnheit nur Offline-Käufer (20 Prozent)
8. Angst vor Abrechnungsfehlern (20 Prozent)
9. Unsicherheit mit dem Medium Internet (16 Prozent)
10. Unsichere Rechtslage (14 Prozent)

Joerg Forthmann | Mummert Consulting

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Der Klang des Ozeans
12.01.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Verstädterung wird 300.000 km2 fruchtbarsten Ackerlands verschlingen
27.12.2016 | Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Der erste Blick auf ein einzelnes Protein

18.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Das menschliche Hirn wächst länger und funktionsspezifischer als gedacht

18.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zur Sicherheit: Rettungsautos unterbrechen Radio

18.01.2017 | Verkehr Logistik