Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Brennstoffzellen-Technologie könnte CO2-Emissionen um 50 Prozent reduzieren

17.06.2003


Eine von der WWF-Umweltstiftung und Fuel Cell Europe (FCEu) durchgeführte Studie hat gezeigt, dass die Kohlendioxid (CO2)-Emissionen aus der Energieerzeugung mit fossilen Brennstoffen in Europa halbiert werden könnten, wenn Brennstoffzellen genutzt würden, um Strom und Wärme bereitzustellen. Die beiden Organisationen rufen nun die Europäische Kommission auf, regulative und institutionelle Hindernisse für die kommerzielle Einführung von Brennstoffzellen abzubauen.



"Die Attraktivität von Brennstoffzellen liegt in ihrer hohen Effizienz und in dem Potenzial, sie für dezentralisierte Energieerzeugung zu nutzen", so Oliver Rapf,


Referent für Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF. "Sowohl die Regierungen als auch die Energieindustrie müssen diese Technologie vorantreiben, um die Treibhausgas-Emissionen wesentlich zu reduzieren."

Die in dem Bericht beschriebene Forschung war die erste unabhängige Analyse des Umweltnutzens der Brennstoffzellen-Technologie.


Zusätzlich zur Reduzierung der CO2-Emissionen treten durch Brennstoffzellen extrem niedrige oder gar keine Emissionen von gesundheitsschädigenden Schadstoffen auf und sie bieten eine nachhaltige Energiezukunft. In dem Bericht wird auch angedeutet, dass der Einbau von Mikrobrennstoffzellen-Systemen in Gebäuden, um Wärme und Strom zu liefern, für die europäische Industrie mittelfristig eine Geschäftsmöglichkeit für den Massenmarkt darstellen könnte.

"Die Industrie braucht eine klare Strategie mit ausdrücklichen Zielen und einen konsistenten politischen Rahmen seitens der Regierung. Wenn dies nicht der Fall ist, werden die enormen Investitionen, die für die Kommerzialisierung der Brennstoffzellen-Technologie erforderlich sind, nicht getätigt werden. Das könnte bedeuten, dass Europa an einer dynamischen neuen Industrie keinen vollen Anteil hat und es dadurch zum Verlust von Arbeitsplätzen und Wettbewerbsfähigkeit sowie zu einer Verzögerung beim Umweltnutzen kommt", erklärte Marcus Nurdin, Geschäftsführer von FCEu.

| cn
Weitere Informationen:
http://www.panda.org/epo
http://dbs.cordis.lu/cgi-bin/srchidadb?CALLER=NHP_DE_NEWS&ACTION=D&SESSION=&RCN=EN_RCN_ID:20410&TBL=DE_NEWS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten