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Fondsgesellschaften im Internet: viel Information, wenig Service

25.02.2003


Fondsgesellschaften in Deutschland erfüllen mit ihrem Internetauftritt durchschnittlich knapp 60 Prozent der Anforderungen an guten Kundenservice.



Dabei werden insbesondere die Online-Beratung und die schnelle Beantwortung von Kundenfragen vernachlässigt. Die Fondsgesellschaften schöpfen die Möglichkeiten des Vertriebs- und Servicekanals Internet noch nicht voll aus. Insgesamt haben sie aber ihre Internetauftritte in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. So stehen dem Kunden beispielsweise mehr Informationen über einzelne Fonds zur Verfügung als je zuvor. Das ergab die Untersuchung "E-Commerce der Fondsgesellschaften III" der Mummert Consulting AG.

Über die reine Produktpräsentation hinaus bieten die Fondsgesellschaften insgesamt betrachtet im Internet nur wenig Service. So ist beispielsweise die Kontaktmöglichkeit per E-Mail stark verbesserungsfähig. Ein Viertel aller digitalen Testanfragen wurde nicht beantwortet. Teilweise müssen Kunden bis zu vier Wochen auf eine Antwort warten. Die Vorreiter in Sachen Service: die großen Fondsgesellschaften. Sie bieten auch im Internet eine gute Kundenbetreuung.

Insgesamt sind die Internetseiten der Fondsgesellschaften deutlich übersichtlicher und die Navigation einfacher geworden. Kennzahlen und Daten zu den Fonds sind klar und ausführlich aufgelistet. Die Schwierigkeit: Ein Vergleich der jeweils dargestellten Performance beispielsweise mit anderen Fonds ist aufgrund der individuell gewählten Betrachtungszeiträume nur bedingt möglich. Nachholbedarf gibt es bei den Anforderungen gemäß Teledienstegesetz. Der Grund: Nur ein Drittel der untersuchten Websites verfügte über ein Impressum mit den gesetzlich vorgeschriebenen Inhalten.

Jörg Forthmann | Mummert Consulting AG
Weitere Informationen:
http://www.mummert-consulting.de

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