Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Europamarkt der thermoplastischen Elastomere für technische Anwendungen

21.01.2003


Der Europamarkt für thermoplastische Elastomere (TPE) birgt ein hohes Wachstumspotenzial. Allerdings müssen sich die Hersteller laut einer neuen Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan (http://chemicals.frost.com) kräftig ins Zeug legen, um die Endanwender von den Vorteilen der TPE gegenüber den Konkurrenzmaterialien Naturgummi und Duroplast zu überzeugen. Derzeit lautet die Prognose bis 2008 auf eine durchschnittliche Jahreswachstumsrate von 5,2 Prozent. In dieser Zeit sollen die Umsätze von 913 Millionen US-Dollar (2001) auf knapp 1,299 Milliarden US-Dollar ansteigen.




Als wichtigstes Argument für den Einsatz von TPE nennt Frost & Sullivan die vergleichsweise niedrigen Gesamt-Systemkosten. Dazu kommt, dass TPE leicht zu verarbeiten, leistungsfähig und gut recyclebar sind. "In den nächsten Jahren werden TPE die traditionellen Materialien immer mehr in den Hintergrund drängen," prognostiziert Brian Balmer, Industry Analyst bei Frost & Sullivan. "So sind beispielsweise im Anwendungsbereich witterungsbeständige Dichtungssysteme für Automobile, wo der Marktanteil der TPE bisher noch bei zwei bis drei Prozent liegt, bis 2008 signifikante Steigerungen zu erwarten."



Gummiverarbeiter bisher noch zurückhaltend

Gleichzeitig warnt Balmer vor allzu großem Optimismus: "Der Erfolg wird sich nicht von alleine einstellen. Noch sind einige Hürden zu überwinden. Aufgrund der hohen Umstellungskosten und einer gewissen Skepsis im Bezug auf die Materialeigenschaften sind die Gummiverarbeiter mit Investitionen in thermoplastische Verarbeitungstechniken bisher eher zurückhaltend. Außerdem ist es nicht so einfach, in traditionellen Märkten Fuß zu fassen und die langjährigen Beziehungen der Anwender zu ihren OEMs aufzubrechen."

Kontinuierliche Verbesserung der Eigenschaften

Wenn die TPE erst einmal eine gewisse Marktdurchdringung erreicht haben, wird es auch mit der Erschließung neuer Anwendungsbereiche schwieriger werden. Dieser Herausforderung begegnen die Hersteller bereits jetzt mit der Ausweitung der Leistungsmerkmale der TPE. Dabei geht es vor allem um die Verbesserung des Druckverformungsrests, um das Haftvermögen an andere Polymere und Metalle, um den Weichheitsgrad, die UV-Resistenz, die Beständigkeit gegen chemische Einflüsse und Öl sowie die Schwingungsdämpfung.

Offensives Marketing ist gefragt

Als mittelfristig lukrativste Zielmärkte nennt Frost & Sullivan Dichtungssysteme für Automobile, medizinische Produkte und ’Soft-Touch’-Artikel. Dabei wird der Erfolg wesentlich davon abhängen, ob es den Anbietern gelingt, eine enge und stabile Beziehung zwischen ihren F&E- und Service-Teams und den Abnehmern aufzubauen.


Titel der Analyse:
European Technical Applications for Thermoplastic Elastomers Markets (Report B103)

Weitere Informationen:

Katja Feick
Public Relations Executive

Frost & Sullivan
Clemensstrasse 9
60487 Frankfurt/Main

Tel. 069-77033-12
Fax 069-234566

katja.feick@frost.com

| Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.presse.frost.com

Weitere Berichte zu: Anwendungsbereich Elastomere Europamarkt TPE

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie