Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Europamarkt für WLANs im Krankenhaus: erhebliche Umsatzsteigerungen

15.01.2003


Erhebliche Umsatzsteigerungen prognostiziert eine neue Analyse der internationalen Unternehmensberatung Frost & Sullivan dem Europamarkt für WLANs (Wireless Local Area Network) in Krankenhäusern.


So sollen die Erlöse mit WLAN-Infrastruktur-Technologien für Kliniken von 12,29 Millionen US-Dollar in 2001 auf 92,27 Millionen US-Dollar im Jahr 2007 anwachsen. Als Hauptwachstumsmotor gilt das Potenzial von WLANs zur Produktivitäts- und Mobilitätssteigerung.
WLANs (Wireless LANs, Funk-LANs) kommen heute bereits in verschiedenen Branchen erfolgreich zum Einsatz. Auch in Krankenhäusern sind Technologien mit drahtlosen und mobilen Endgeräten auf dem Vormarsch. Hier tragen WLANs zu einem nahtlosen Informationsfluss und damit zu einer erheblichen Verbesserung des Arbeitsablaufs in kritischen Bereichen des Klinikalltags bei. "Durch Straffung der internen Kommunikation und Rationalisierung der Datenerfassung und -übermittlung lässt sich Arbeitszeit einsparen, und Fehler können vermieden werden," so John Gilsenan, Analyst bei Frost & Sullivan. "Diese Erkenntnis setzt sich auch im Gesundheitswesen immer mehr durch."

Schnelle Übertragung von Bilddateien durch 5-GHz

Bevorzugte Übertragungstechnologie dürfte zunächst der weltweit anerkannte IEEE-Standard 802.11b werden. Das stärkste Wachstum im Prognosezeitraum wird allerdings für die ab 2003 verfügbaren 5-GHz-Produkte erwartet. Ihre Einführung wird laut Frost & Sullivan das Interesse an WLANs insgesamt stimulieren und die Durchsetzung der drahtlosen Technologien beschleunigen, da die größere Bandbreite höhere Übertragungsgeschwindigkeiten bei umfangreichen Bilddateien wie etwa Röntgenaufnahmen ermöglicht.

Kabelfreies Gesundheitswesen verspricht wachsendes Potenzial

Das Segment der Implementierungsdienstleistungen für WLANs soll von 9,26 Millionen US-Dollar in 2001 auf 56,36 Millionen US-Dollar im Jahr 2007 anwachsen. Die optimale Auslegung der WLANs und die Sicherheitsanforderungen machen solche externen Dienstleistungen erforderlich. Gleichzeitig entdecken die IT-Serviceanbieter das Gesundheitswesen zunehmend als lukrativen Markt für drahtlose Technologien.

Mobile Endgeräte ohne großen Umstellungsaufwand

Parallel zur Infrastruktur werden auch die Endgeräte weiterentwickelt. Immer mehr mobile Endgeräte werden in Zukunft serienmäßig mit WLAN-Zugängen ausgestattet sein. Personal Digital Assistants (PDAs) und besonders Pen-Tablets dürften in Verbindung mit Klinik-WLANs weite Verbreitung finden. Die Erwartungen im Zusammenhang mit Pen-Tablet-PCs sind hoch. Hier können die gebräuchlichen Formulare und Dokumente eingelesen und auf dem Tablet-PC ausgefüllt werden. So lassen sich neue Technologien ohne großen Umstellungsaufwand nutzen.

Datentransfer muss vor allem sicher sein

Bevor das volle Wachstumspotenzial ausgeschöpft werden kann, müssen allerdings noch Probleme mit der Datensicherheit gelöst werden. Der Schutz vertraulicher persönlicher und medizinischer Daten ist für medizinische Einrichtungen von entscheidender Bedeutung. Die Anbieter müssen daher nachweisen, dass ihre WLANs den Datenschutzbestimmungen entsprechen. Dazu Gilsenan: "Global operierende Unternehmen werden davon profitieren, dass sie bereits in den USA Anforderungen erfüllen müssen, wie sie voraussichtlich auch in Europa gelten werden." Gleichzeitig weist Frost & Sullivan auf die Bedeutung von Fallstudien hin, die die vielfältigen Vorteile von WLANs belegen und damit "eine elegante Lösung darstellen, um die Bedenken der potenziellen Kunden in Bezug auf mögliche Sicherheitslücken und Interferenzen mit anderen drahtlosen und medizinischen Systemen auszuräumen."

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://healthcare.frost.com

Weitere Berichte zu: Endgerät Europamarkt Gesundheitswesen Umsatzsteigerung WLAN

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Gene für das Risiko von allergischen Erkrankungen entdeckt
21.11.2017 | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

nachricht Bedeutung von Biodiversität in Wäldern könnte mit Klimawandel zunehmen
17.11.2017 | Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Signal-Shaping macht Bits und Bytes Beine

23.11.2017 | Förderungen Preise

Maximale Sonnenenergie aus der Hausfassade

23.11.2017 | Architektur Bauwesen

Licht ermöglicht „unmögliches“ n-Dotieren von organischen Halbleitern

23.11.2017 | Energie und Elektrotechnik