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’Capital’-Ranking von 60 Städten

08.01.2003


Große Städte kommen am besten aus dem Konjunkturtief heraus - Fünf ostdeutsche Städte abgeschlagen auf den letzten Plätzen - Regionaler Aufschwung in Berlin



Die Ballungszentren Düsseldorf, München und Hamburg kommen am besten aus dem Konjunkturtief heraus und bleiben die Motoren des Wachstums. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin ’Capital’ (Ausgabe 2/2003, EVT 9. Januar). Exklusiv für ’ hat das Bad Homburger Wirtschaftsforschungsinstitut Feri ermittelt, wie sich die regionale Wirtschaftskraft der 60 wichtigsten Städte Deutschlands bis Ende 2009 entwickeln wird. Untersucht wurden dazu die Indikatoren Wirtschaftsleistung, Arbeitsplätze, Bevölkerungsentwicklung und Kaufkraft. Demnach ist die Dienstleistungsmetropole Düsseldorf die Nummer eins unter den deutschen Städten; die Wirtschaft der Stadt wird in diesem Jahrzehnt um 28 Prozent wachsen, lautet die Prognose der Feri-Experten. München, das beim ersten ’Capital’-Städtetest im März 2001 noch klar die Nase vorn hatte, landet diesmal auf Platz zwei - die High-Tech-Krise hat ihre Spuren hinterlassen. Die Hafenstadt Hamburg sichert sich Platz drei vor Köln und Stuttgart.



"Der Dienstleistungssektor ist der einzige Bereich in Deutschland, in dem die Beschäftigung überhaupt noch nennenswert wächst", erklärt Feri-Chef Rainer Rau. Aus diesem Grund schaffen auch mittelgroße Städte wie Wiesbaden und das benachbarte Mainz den Sprung unter die Top Ten. Gut schneiden im Städte-Ranking auch traditionsreiche Forschungsstandorte wie Heidelberg, Darmstadt, Münster oder Freiburg ab. Verlierer des Rankings ist eindeutig der Osten: Auf den letzten fünf Plätzen landen Chemnitz, Magdeburg, Halle/ Saale, Schwerin und Rostock. Schlusslicht Rostock trifft es laut ’Capital’-Studie besonders hart: Dort geht in diesem Jahrzehnt jeder achte Job verloren. Nach den Prognosen von Feri sind allerdings auch positive Entwicklungen im Osten zu verzeichnen: So konnte sich in Sachsen die Landeshauptstadt Dresden aufgrund ihrer Bedeutung als Wissenschaftsstandort im Vergleich zum Jahr 2001 um 14 Plätze auf Rang 34 vorarbeiten. In Leipzig geht es laut Studie vor allem wegen des neuen BMW-Werkes in Zukunft bergauf. Gute Chancen auch für die Hauptstadt: Im krisengeschüttelten Berlin gibt es erste Anzeichen für einen regionalen Aufschwung. Im Ranking erreicht die Hauptstadt jetzt Platz 30 (+17 Plätze) und konnte sich damit von allen 60 getesteten Städten im Vergleich zu 2001 am meisten verbessern.

Im aktuellen Städte-Ranking am stärksten abgesackt ist dagegen die Stadt Ludwigshafen: Sie fällt von Platz 14 auf 32 weit zurück. Die Ursache sieht Feri in der einseitig auf die Chemie ausgerichteten Branchenstruktur der Stadt.

Henning Baethge | Capital
Weitere Informationen:
http://www.capital.de

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