Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Online-Befragung zu Erfahrungen mit Netz-Kriminalität

17.12.2002


Die Mailbox quillt über vor unerwünschter Post: "Die Versandprofis" bieten gleich zweimal "Weihnachtsbäume ab Euro 22,50!", Mr Richard James schenkt demjenigen 7,2 Millionen US-Dollar, der ihm hilft, sein Konto aufzulösen, und eine gewisse "Jenny" informiert, dass ihre private Sex-Seite endlich online ist. Viele Internet-Nutzer haben schon negative Erfahrungen mit "Spam"-Mails, 0190-Dialern oder Computerviren gesammelt; der Ruf nach Kontrollmaßnahmen wird daher immer lauter.



Die Beschränkung der Internet-Freiheit stößt aber bei den Netzbürgern auch auf Kritik. Mit einer Online-Umfrage wollen Kriminologen der Universität Bonn nun herausfinden, wie häufig regelmäßige Internet-Nutzer tatsächlich Angriffen von Hackern oder Online-Betrügereien ausgesetzt sind und wie unsicher sie sich dadurch im "Netz der Netze" fühlen.



In Deutschland gibt es bereits mehr Internet-Nutzer als Nicht-Nutzer; unter Studierenden nähert sich die Quote im rasanten Tempo der 100-Prozent-Marke. Die Umfrage richtet sich daher insbesondere an Studierende von Universitäten und Fachhochschulen. Im Mai sollen die ersten Ergebnisse vorliegen.

In 28 Fragen können sich die Teilnehmer zu ihren Erfahrungen mit Viren, Hackern oder unerwünschten "Spam"-Mails im Cyberspace äußern, aber auch dazu, wie häufig sie selbst bereits andere Nutzer geschädigt haben - zum Beispiel dadurch, dass sie Software oder Musik illegal aus dem Netz geladen haben. Außerdem möchten die Wissenschaftler wissen, wie oft die Befragten innerhalb der letzten zwölf Monate Opfer eines realen Verbrechens, z.B. eines Fahrraddiebstahls oder eines Einbruchs, wurden. Die Kriminologen möchten so überprüfen, inwieweit das subjektive Gefühl der Unsicherheit mit den tatsächlichen Erfahrungen korreliert. Schließlich können die Befragten noch angeben, welche Maßnahmen sie von Gesetzgeber und Industrie erwarten, um die Risiken im weltweiten Netz zu reduzieren. Die Beantwortung des Fragenkatalogs dauert etwa zehn Minuten; die Ergebnisse werden, wie der Bonner Kriminologe Dr. Werner Rüther ausdrücklich betont, "vollkommen anonym ausgewertet und dienen rein wissenschaftlichen Zwecken".

Das Forschungsprojekt soll aber auch zeigen, was bei der Durchführung repräsentativer Online-Befragungen zu beachten ist. Dr. Rüther: "Wir möchten für die sicherlich sehr zukunftsträchtige Onlineforschung möglichst optimale und effiziente Wege erproben."

Ansprechpartner:

Dr. Werner Rüther
Kriminologisches Seminar der Universität Bonn
Telefon: 0228/73-9133
E-Mail: wruether@jura.uni-bonn.dewruether@jura.uni-bonn.de

Frank Luerweg | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bonn.de/Aktuelles.html
http://ssl.3uu.de/uc/test/index.php3?a=41

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu sicherem Autofahren bis ins hohe Alter
19.06.2017 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie