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IT-Ausgaben im öffentlichen Sektor in Europa im Steigen

03.12.2002


IDC: Höheres Wachstum als in anderen Industriebranchen



Trotz schwacher Wirtschaftslage und Euro-Stabilitätspakt-bedingter Sparbudgets befinden sich die IT-Ausgaben im öffentlichen Bereich in Westeuropa im Steigen. Laut einer heute, Dienstag, vom Marktforscher IDC vorgestellten Studie sollen die IT-Ausgaben in diesem Bereich mittelfristig stärker anwachsen als in anderen Industrien. Das Wachstum werde vor allem durch höhere interne Anforderungen an die IT-Systeme sowie höhere Ansprüche auf Kundenseite, Stichwort E-Government, beflügelt.



"Angetrieben durch den ’eEurope’ Aktionsplan der EU und nationale Modernisierungs-Programme befinden sich die Organisationen des öffentlichen Sektors gerade in einem Transformationsprozess, der in verbesserten Services für Studenten, Patienten und Benutzer anderer öffentlicher Einrichtungen mündet und gleichzeitig die internen Prozesse effizienter und dadurch billiger macht", so IDC-Analyst Massimiliano Claps. Generell seien regionale Einrichtungen eher bereit mehr in IT zu investieren als zentralstaatliche. Auch Bildungseinrichtungen wollen in Zukunft verstärkt auf IT-Investitionen setzen, hier vor allem in Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden.

Ganz oben auf der IT-Wunschliste des öffentlichen Sektors stehen Sicherheits-Technologien, System-Infrastruktur-Software, Web-Services, Knowledge-Management-Applikationen sowie Datenbank-Lösungen. Viele Einrichtungen würden zudem das Thema Mobilität groß schreiben. Die "aggressivsten" Pläne beinhalten etwa "hot desktop solutions" (z.B. zentrales Datenmanagement), XML-Applikationen und mobile Web-Services. Im Verwaltungsbereich werde auch in Voice over IP und IP VPNs investiert, im Gesundheitsbereich in Wireless LAN, während Peer to Peer-Computing (z.B. Musiktauschbörsen) und Streaming Media vor allem im Erziehungsbereich eine größere Rolle spielen werden.

Im September hatte IDC die IT-Ausgaben der US-Regierung untersucht, die sich in Zeiten schlechter Konjunktur zum Rettungsanker für die geplagte IT-Industrie entwickelt (siehe pte: http://www.pte.at/pte.mc?pte=020924022). Der Markt für externe IT-Ausgaben betrug im Jahr 2001 28,9 Mrd. Dollar. Diese Ausgaben sollen bis 2006 auf 42,2 Mrd. Dollar ansteigen. Das bedeutet in den kommenden fünf Jahren eine jährliche Wachstumsrate von 7,8 Prozent. Die Gesamt-IT-Ausgaben (extern und intern) der US-Regierung belaufen sich nach Schätzung von IDC auf das Doppelte der genannten Summen.

Oliver Scheiber | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.idc.com
http://www.pte.at/pte.mc?pte=020924022

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