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Wirtschaft setzt auf Führungsnachwuchs und beschäftigt zu wenig ältere, erfahrene Menschen

25.11.2002


Jedes zweite Unternehmen in Deutschland beschäftigt keine Arbeitnehmer mehr im Alter von über 50 Jahren.



"Statt auf erfahrene ältere Manager baut man aus Gründen der Innovation und Kostenersparnis vermehrt auf den Führungsnachwuchs. Dabei wird stets vergessen, dass der Firma damit auch ein Großteil an Erfahrungen und Kentnissen verloren geht. Niemand kennt ein Unternehmen so gut wie jemand, der mit ihm gewachsen ist oder einen Großteil davon aufgebaut hat - und niemand kann dieses Wissen weitergeben", skizziert Udo Nadolski vom IT-Personaldienstleister Harvey Nash die Lage.



Wie es Unternehmen ergehen könne, die auf die Kompetenz älterer Manager verzichten, sei seit geraumer Zeit in vielen Betrieben zu beobachten. "Entweder sind sie extrem angeschlagen oder völlig vom Markt verschwunden", so Nadolski. Der Einbruch der New Economy hänge auch mit der mangelhaften Marktkompetenz von jungen Firmengründern zusammen. Die Ausgrenzung älterer Mitarbeiter sei kurzsichtig und gefährde die Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaft. In der Zukunft werde man sich stärker mit der Verknappung des Humankapitals auseinandersetzen müssen.

"Die Problematik der alternden Bevölkerung muss von Unternehmen umfassender in den Blick genommen werden. Die Wirtschaft beschäftigt sich zu wenig mit der Frage, wie man mit einer abnehmenden Bevölkerung leistungsfähig bleibt", kritisiert Nadolski. Hier müsse vor allem bei den Personalverantwortlichen in den Unternehmen ein Umdenken stattfinden. Angesichts des zunehmenden Lebensalters der Bevölkerung und der Fortschritte bei der Erhaltung von Leistungsfähigkeit und Vitalität sei das Lebensalter immer weniger Indiz für die Leistungsfähigkeit eines Menschen. Kreativität sei kein Privileg der Jugend und die Menschen könnten heute sehr viel länger leistungsfähig bleiben. Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit einer Gesellschaft nehmen deshalb heute nicht mehr zwangsläufig mit dem Anstieg ihres Durchschnittsalters ab.

Allerdings setze dies Veränderungsbereitschaft voraus: Man brauche eine Arbeitsorganisation, die auf Ältere zugeschnitten ist. Man brauche neue Methoden, die lebenslanges Lernen ermöglichen. Man brauche neue Formen, um Arbeits- und Qualifikationsphasen miteinander in Einklang zu bringen. Man brauche neue Formen, um einen gleitenden Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand zu ermöglichen. "Wer 50-jährige oder ältere Mitarbeiter aus dem Unternehmen drängt, verliert Humankapital", so Nadolski. Das werde sich negativ auf das wirtschaftliche Wachstum auswirken. Dieses Wachstum sei abhängig von der Zahl und der Qualität der Menschen.

"Harvey Nash hat die Stärken der Senior Manager erkannt und setzt gerade beim Interim Management auf erfahrene Führungskräfte. Wir raten unseren Kunden, Positionen im gehobenen Management, die für eine eingeschränkte Dauer auf ein bestimmtes Unternehmensziel hin eingerichtet werden, mit Senior Managern zu besetzen. Die Ergebnisse solcher Einsätze werden von den Unternehmen in der Regel als positiv und gewinnbringend bezeichnet, da sie von der Persönlichkeit und der Kompetenz profitieren konnten, die im eigenen Unternehmen nicht mehr aufzufinden waren", betont Nadolski.

Das international operierende Unternehmen befindet sich derzeit im Wandel vom reinen Personaldienstleister zum umfassenden Berater und Technologiepartner. Zum klassischen Geschäftsfeld, der Bereitstellung freiberuflicher und festangestellter IT-Spezialisten, kommen neue Leistungssegmente hinzu. Mit seiner IT-Services Management Methode biete Harvey Nash seinen Kunden ein umfassendes Beratungskonzept an, das die Qualität und die Kosten externer IT-Dienstleistung nachhaltig optimieren soll - mit Einsparpotenzialen zwischen 15 und 25 Prozent.

Gunnar Sohn | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.harveynash.com

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