Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lkw-Industrie erwartet weitere Konsolidierung - Osteuropa Wachstumsmarkt Nr. 1

08.11.2002


Jeder zweite führende europäische Lkw-Hersteller ist überzeugt, dass sich die Konsolidierung der Branche in den kommenden fünf Jahren fortsetzen wird. 70 Prozent glauben, dass sich eine Produktion höherer Stückzahlen und eine Zusammenlegung der Ressourcen für Forschung und Entwicklung (F & E) ebenso gut durch strategische Bündnisse wie durch Übernahmen erreichen lassen. Drei von vier Produzenten sind darüber hinaus der Meinung, dass Osteuropa in fünf Jahren der größte Wachstumsmarkt für die Branche ist. Zwei von drei (68 bzw. 64 Prozent) sehen deutliche Absatzsteigerungen bis 2007 in Asien bzw. China. Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer aktuellen Umfrage von KPMG unter den führenden LKW-Herstellern in Europa, darunter DaimlerChrysler, MAN und VW.


Bernd Schmid, für den Bereich Automotive verantwortlicher Vorstand bei KPMG: "Offenbar erhoffen sich die Produzenten vor allem, durch strategische Kooperationen oder Übernahmen mit den Zulieferern bessere Bedingungen aushandeln zu können und in allen wichtigen globalen Wirtschaftsräumen präsent zu sein."

Abhängigkeit von einzelnen Zulieferern wird steigen


Abhängigkeit von einzelnen Zulieferern wird steigen Drei von vier Befragten (74 Prozent) gaben gegenüber KPMG an, dass die Zahl der weltweiten Zulieferer bereits abnimmt, und knapp die Hälfte (48 Prozent) rechnet damit, spätestens in fünf Jahren bei den Bauteilen jeweils von Einzelbezugsquellen abhängig zu sein. Damit wird die Hoffnung verknüpft, die Zulieferer würden mehr in Forschung und Entwicklung sowie in Forschungseinrichtungen der LKW-Hersteller investieren. Über 85 Prozent der Befragten gaben an, dass sie inzwischen auf Grund der zunehmenden Abhängigkeit regelmäßig die finanzielle Lage ihrer Zulieferer überprüfen. Damit will man massiven Produktionsstörungen vorbeugen, die bei einem Ausfall der einzigen Einkaufsquelle für ein wichtiges Bauteil drohen.

Sinkende Zahl der Händler prognostiziert - Mangel an qualifizierten Technikern befürchtet

Über die Zukunft der LKW-Händler zeigten sich die Befragten besorgt. So prognostizieren zwei Drittel (69 Prozent) einen Rückgang der Händlerzahl in den nächsten fünf Jahren. Fast ebenso viele (65 Prozent) haben eigenen Angaben zufolge eine Strategie entwickelt, um den potenziellen Auswirkungen einer Gruppenfreistellung begegnen zu können. Gedanken machten sich die Branchenexperten auch über einen schwerwiegenden Mangel an ausgebildeten LKW-Kundendiensttechnikern. Mehr als die Hälfte der Befragten befürchtet der Umfrage zufolge, dass die Händler in absehbarer Zeit kaum noch über genügend qualifizierte Techniker verfügen dürften, die die Fahrzeuge fachgerecht warten und reparieren können. Verschärft wird dieses Problem noch durch die immer komplizierter werdende Bordelektronik. Immerhin 26 Prozent rechnen zudem damit, dass auch ein Mangel an Fachverkäufern innerhalb der kommenden fünf Jahre ein gravierendes Problem darstellen dürfte.

Über die Hälfte der Befragten meint, dass weitere Beschränkungen der Abgasemissionen große Auswirkungen auf LKW-Hersteller und Fahrzeugführer haben werden. Ebenso wichtig ist aber für viele das Problem der Lärmbelästigung. Und ungeachtet der Forderung, auf umweltfreundlichen Treibstoff umzusteigen, werden die meisten LKW, die in den nächsten fünf Jahren verkauft werden, immer noch mit Diesel fahren, da es nach Expertenansicht absehbar keine alternative Treibstofftechnologie geben wird.

Pressekontakt:
KPMG
Marita Reuter/ Thomas Blees
Tel.: (0 30) 20 68-11 18/ -12 15
Fax: (0 30) 20 68-11 48
eMail: mreuter@kpmg.com


| KPMG

Weitere Berichte zu: KPMG Konsolidierung Wachstumsmarkt Zulieferer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu sicherem Autofahren bis ins hohe Alter
19.06.2017 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften