Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wofür Haushalte Strom verbrauchen und wie sie ihn sparen können

30.10.2002


Wer ein neues Auto kauft, fragt auch nach dem Benzinverbrauch. Moderne Autos sollen sparsam sein, niedrige Treibstoffkosten haben und wenig Schadstoffe ausstoßen. Doch wer kennt schon den Energieverbrauch seiner Elektrogeräte oder die Höhe seiner Stromrechnung? Im Schnitt verbraucht in Deutschland ein Vier-Personen-Haushalt rund 4.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr, 1.600 Kilowattstunden ein Single. Wofür die Elektrizität benötigt wird und wo eingespart werden kann, hat der Grünstromhändler NaturEnergie zusammengestellt.


Im durchschnittlichen deutschen Haushalt wird Strom nach Angaben des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) zu 38 Prozent für Heizen und Warmwasser, 22 Prozent für Kühlen und Gefrieren, 14 Prozent für Waschen und Trocknen aufgewandt. Je acht Prozent entfallen für Kochen und Unterhaltungselektronik, fünf Prozent für Beleuchtung. Der Rest wird von sonstigen Elektrogeräten verbraucht.

Das Umweltbundesamt (UBA) hat errechnet, dass ein Haushalt bis zu 30 Prozent Energie und somit mindestens hundert Euro im Jahr durch einen bewussten Umgang mit Strom einsparen kann - bei gleichem Komfort. Dazu gehören auch einfache Maßnahmen, die keinen großen Aufwand bedürfen. Fünf bis zehn Prozent Strom spart ein, wer zum Beispiel Geräte völlig vom Strom trennt, statt sie im Stand-by-Betrieb "schlummern" zu lassen. Dabei helfen so genannte Powersafer, den Neukunden von NaturEnergie geschenkt bekommen: Der Powersafer trennt alle nachgeschalteten Geräte bei Nichtbenutzung komplett vom Netz, die Re-Aktivierung erfolgt über die Infrarot-Fernbedienung des Geräts. Dadurch wird der stromfressende "Stand-by"-Zustand verhindert und man spart jährlich rund 50 Euro Stromkosten. Steckdosenleisten mit Schalter dienen dem gleichen Zweck.


Kühl- und Gefrierschränke sind in aller Regel die größten Stromkiller im Haushalt. Ein neuer Kühlschrank verbraucht bis zu vierzig Prozent weniger Energie als ein zwanzig Jahre altes Gerät. Deshalb sollte man bei Kauf eines neuen Kühlgeräts immer das Energieverbrauchslabel beachten. Bei Kühl- und Gefriergeräten ist es gesetzlich Pflicht, den Energieverbrauch sowie die Energieeffizienzklasse zu nennen. Verbraucherzentralen empfehlen Geräte der Effizienzklasse A oder B. Vom Kauf von Geräten der Klasse F oder G wird abgeraten: Sie sind zwar günstiger in der Anschaffung, doch der Einsparvorteil wird wieder durch die höheren Stromkosten zunichte gemacht. Zudem belasten sie die Umwelt in stärkerem Maße.

50 Prozent weniger Strom kostet es, Frühstückseier im Eierkocher statt auf dem Herd zu bereiten. Und bis zu achtzig Prozent beträgt die Energieeinsparung beim Einsatz von Energiesparlampen anstelle von herkömmlichen Glühbirnen. Sie sind zwar teuerer, amortisieren die Mehrkosten aber durch eine längere Lebensdauer. Am sinnvollsten sind Energiesparlampen in Räumen, in denen das Licht lange angeschaltet ist. Waschmaschinen und Trockner sind ebenfalls große "Stromfresser": Sie verbrauchen durchschnittlich 14 Prozent der Gesamtenergie eines Haushalts. Beim Neukauf sollte man deshalb nach besonders energiesparenden Geräten fragen und stets die Energieeffizienzwerte beachten. Das Fassungsvermögen der Maschine sollte bei jedem Gebrauch voll ausgelastet sein. Beim Kochen spart man durch Schnellkochtöpfe Energie. Und es ist darauf zu achten, dass die Töpfe zur Größe der Platten passen: Mit zu kleinen Töpfen heizt man nur unnötig die eigene Küche auf.

Wer diese Tipps zum Stromsparen beachtet wird schnell feststellen, dass seine Stromkosten sinken.

Gesparter Strom ist der sauberste Strom Strom sparen entlastet nicht nur die Haushaltskasse. Es ist auch eine wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

Rund vierzig Prozent des Kohlendioxid-Ausstoßes in Deutschland entstehen nach Angaben von Greenpeace bei der Umwandlung von fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas in Elektrizität.

Wer noch mehr für die Vermeidung von Klimagasen tun will, kann zu einem der Anbieter von Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wasser, Sonne und Wind wechseln. Bei der Herstellung von Strom aus regenerativen Energien entstehen keinerlei Abgase.

Yvonne Schweickhardt | NaturEnergie AG
Weitere Informationen:
http://www.naturenergie.de

Weitere Berichte zu: Elektrogerät Energiesparlampe Energieverbrauch Stromkosten

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie