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Antibakterielle Seifen ohne Nutzen

25.10.2002


Kein Zusatznutzen zur Keimbeseitigung

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Antibakterielle Seifen zählen in den USA zu den Standard-Waschuntensilien, sind laut Forschern der Columbia University School of Nursing in New York aber unnötig. Wie die Forscherin Elaine Larson auf dem 40. Jahrestreffen der Infectious Diseases Society of America in Chicago erklärte, könne die häufige Verwendung antibakterieller Produkte sogar einen Beitrag zur Züchtung neuer schwer zerstörbarer Super-Bakterien leisten.

"Antibakterielle Seifen nicht besser als gewöhnliche Seifen", ergänzte Larsen. Ihre Behauptung stützt Larson auf eigene Forschungsergebnisse, die zeigten, dass anitmikrobielle bzw. antibakterielle Seifen gegenüber herkömmlichen Seifen keinen zusätzlichen Nutzen besitzen. Wasser und Seife waschen buchstäblich die Keime ab, die Seife alleine tötet bereits Bakterien und Viren ab. Verschiedene Studien behaupten aber, dass auf Alkohol basierende Gele zur Keimbeseitigung besser seien als Seifenlaugen.


Larson unterzog 222 New Yorker Haushalte einem Test, berichtet ABC-News . Eine Hälfte verwendete eine antimikrobielle Seife zum täglichen Händewaschen, die andere Hälfte machte von einer herkömmlichen Seife Gebrauch. Die Gruppen wurden nach einem Jahr der regulären Anwendung erneut untersucht. Das Ergebnis: Bei beiden Gruppen hatte sich die Keimzahl verringert. Ob die Probanden einfache Seife oder ein antimikrobielles Produkt verwendeten machte keinen Unterschied.

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://cpmcnet.columbia.edu/dept/nursing
http://www.idsociety.org/ME/AM2002/ToC.htm

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