Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deregulierung im Strommarkt führt zu Preissenkungen

22.10.2002


In 2001 sind die Strompreise in den beiden am weitesten deregulierten Märkten in Europa, Schweden und Großbritannien, um 18 beziehungsweise 12 Prozent gesunken.


In Ländern mit einem weiterhin stark regulierten Markt wie Irland stiegen hingegen die Preise um deutliche 18 Prozent. Ganz entgegen den Erwartungen legten aber auch die Elektrizitätspreise in Finnland, Norwegen und Dänemark um bis zu 13 Prozent zu. Dies ergab eine Untersuchung des European Energy Markets Deregulation Observatory von Cap Gemini Ernst & Young. Betrachtet wird in den kontinuierlich wiederholten Studien die mittel- bis langfristige Entwicklung der europäischen Strompreise ab 1996. Als Referenz für die Preiserhebung wurde der Bedarf eines Kleinen- bzw. Mittleren Unternehmen von rund zwei Millionen Kilowatt/Stunden zugrunde gelegt. Spätestens 2004 werden diese Unternehmen nach einer Entscheidung des EU Gipfel von Barcelona, frei sein in der Wahl ihres Energielieferanten.

Langfristig fallende Preise in Deutschland und Frankreich


In Deutschland sind die Preise in 2001 auch aufgrund von Überkapazitäten um rund 25 Prozent gesunken. Sie bleiben jedoch mit die Höchsten in Europa. Ökosteuern sowie hohe Kosten für die Pflichteinspeisung von Strom aus regenerativen Quellen wie Windkraft oder aus der Kraft-Wärme-Kopplung verhindern einen noch höheren Preissturz. Auch in Frankreich sanken die Preise um über zehn Prozent, obwohl dort die Deregulierung noch nicht weit fortgeschritten ist. Der Einfluss der Regierung und der Wille, den Markt zu entflechten, werfen jedoch ihren Schatten voraus. "Der Preisverfall kann nicht in allen Fällen auf die Deregulierungsbemühungen zurückgeführt werden. Auch andere Faktoren wie Angebot und Nachfrage, Rohstoffpreise oder Transport- und Durchleitungskosten spielen eine Rolle", erläutert Bernd Wöllner, Principal im Bereich Energie- und Versorgungsunternehmen bei Cap Gemini Ernst & Young. "Die Studie zeigt aber, dass die Deregulierung ein deutlicher Faktor bei Preissenkungen ist. Deutschland und Frankreich sind das beste Beispiel dafür." Langfristig sind die Preise in Finnland (15 Prozent) und Schweden (25 Prozent) gesunken. Kapazitätsoptimierungen bei den Erzeugern und der Ausbau der Strombörse NoordPool sind sicherlich die Gründe hierfür. Ganz im Gegensatz hierzu steht die Entwicklung in Dänemark.

Für Rückfragen:

Cap Gemini Ernst & Young
Neues Kranzler Eck
Kurfürstendamm 21
10719 Berlin

Pressesprecher:
Thomas Becker
Telefon: 030-88703-730
Fax: 030-88703-739
E-mail: thomas.becker@cgey.com

Thomas Becker | Cap Gemini Ernst & Young
Weitere Informationen:
http://www.cgey.com
http://www.de.cgey.com/presse

Weitere Berichte zu: Deregulierung Preissenkung Preissenkungen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Im Focus: Physiker erzeugen gezielt Elektronenwirbel

Einem Team um den Oldenburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Matthias Wollenhaupt ist es mithilfe ultrakurzer Laserpulse gelungen, gezielt Elektronenwirbel zu erzeugen und diese dreidimensional abzubilden. Damit haben sie einen komplexen physikalischen Vorgang steuern können: die sogenannte Photoionisation oder Ladungstrennung. Diese gilt als entscheidender Schritt bei der Umwandlung von Licht in elektrischen Strom, beispielsweise in Solarzellen. Die Ergebnisse ihrer experimentellen Arbeit haben die Grundlagenforscher kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

Das Umwandeln von Licht in elektrischen Strom ist ein ultraschneller Vorgang, dessen Details erstmals Albert Einstein in seinen Studien zum photoelektrischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neues Schiff für die Fischerei- und Meeresforschung

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit voller Kraft auf Erregerjagd

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie