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Korridore schützen Flora und Fauna

18.09.2002


www.pnas.org


Großangelegte Studie warnt vor Verarmung von isolierten Naturreservaten


Korridore zwischen einzelnen Naturschutzgebieten erhöhen die Chance auf die Erhaltung einer reichen Biodiversität. Zu diesem Schluss sind Wissenschaftler der North Carolina State University und der University of Florida in einer großangelegten Versuchsreihe gekommen. Die Wissenschaftler werden die Ergebnisse in den im Oktober veröffentlichen.

"Die Versuchsreihe hat Proceedings of The National Academy of Sciencesergeben, dass Korridore zwischen einzelnen Naturschutzgebieten den Pflanzen und Tieren Zugänge zu größeren Gebieten schaffen", so Nick Haddad, Zoologe an der North Carolina State University. Nur mit Hilfe von Korridoren sei im Grunde eine Überlebensfähigkeit abgeschlossener Gebiete möglich, da dadurch ein Transport von Pflanzensamen zwischen den einzelnen Zonen möglich wird. Die Forscher haben mit Hilfe von Luftfotografien acht Korridore zwischen Naturschutzgebieten und drei isolierte Schutzgebiete im Savannah River Site National Environmental Research Park untersucht. Das Areal ist ein vorwiegend aus Pinien bestehendes Habitat. "Die Bewegungen zwischen den einzelnen Zonen, die durch Korridore verbunden waren, haben eine Interaktion zwischen Tieren und Pflanzen erst möglich gemacht", so Haddad. Bis vor kurzem habe es keinen wissenschaftlich haltbaren Beweis für diese Theorie gegeben.


Studienleiter Joshua Tewksbury von der University of Florida hat gemeinsam mit seinen Kollegen auch die Bewegung von Schmetterlingen zwischen den Gebieten untersucht. Schmetterlinge sind neben Vögeln die wichtigsten Überträger von pflanzlichen Pollen und Samenkörnern. Mit Hilfe von floureszierenden Substanzen konnte nachgewiesen werden, dass Vögel und Schmetterlinge die 25 Meter breiten und 150 Meter langen Korridore benutzten und damit ein Austausch zwischen den Schutzzonen stattfinden konnte. Die Forscher konnten damit beweisen, dass absolut isolierte "Insel-Schutzgebiete" zu einer Verarmung an Arten führen.

Wolfgang Weitlaner | pte.online
Weitere Informationen:
http://www.pnas.org/
http://www.ncsu.edu/

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