Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fachkräftemangel trotz hoher Arbeitslosigkeit

17.09.2002


StepStone-Studie: Deutschland nicht gewappnet für möglichen Aufschwung


Trotz der anhaltenden Krise auf dem deutschen Arbeitsmarkt kann der Bedarf an Fachkräften in zahlreichen Branchen der deutschen Wirtschaft nicht gedeckt werden. In allen Branchen - ob Ingenieurwesen, die IT- und Telekommunikationsbranche, das Gesundheitswesen oder Handel und Vertrieb - ist ein Fachkräftemangel zu beobachten, der deutlich zeigt, dass Deutschland für eine eventuelle konjunkturelle Erholung nicht gewappnet ist. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie "Arbeitsmarkt 2002", die das HR- und Karriereportal StepStone vorgelegt hat. Diesen überraschenden Trend ermittelte StepStone anhand eines aus der Gegenüberstellungen von Stellengesuchen und Stellenangeboten gebildeten Indexes.

So sieht trotz der aktuellen Entwicklung im Bankensektor der Arbeitsmarkt für Bank- und Finanzfachkräfte nicht in allen Bereichen kritisch aus. Aufgrund der notwendig gewordenen Umstrukturierungen in den Unternehmen hat sich in dieser Branche der Mitarbeitbedarf gewandelt. Waren es in den vergangenen Jahren Marketing- und Vertriebsmitarbeiter, die verstärkt gesucht wurden, sind heute Finanz- und Controllingspezialisten die gefragtesten Kräfte - laut Index kommen auf eine freie Stelle 3,3 Stellengesuche. Ähnlich sieht die Situation im Bereich Rechnungswesen/Steuerberatung aus (Index 3,0). Zum Vergleich: Im Bereich Börsen- und Finanzhandel liegt dieses Verhältnis zur Zeit bei über 37 Stellengesuchen je offene Stelle. Daneben werden vor allem hoch qualifizierte Ingenieure trotz der anhaltenden Wirtschaftsflaute derzeit gesucht. Dies gilt besonders in den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau sowie Automobilbau und -technik. Der Indexwert im Bereich Automobilbau - dem Motor der deutschen Wirtschaft - liegt zum Beispiel bei 1,7. Ähnlich verhält es sich mit einem Index von 1,8 im Bereich Elektrotechnik und Elektronik. Auch in der IT- und Telekommunikationsbranche bewegt sich die Nachfrage nach Softwareentwicklern, IT-Beratern und CAD-Spezialisten auf hohem Niveau.


Die StepStone-Studie Arbeitsmarkt 2002 nimmt über 130 Jobkategorien unter die Lupe und bestätigt einerseits anhand fundierter Branchenhintergrund-Informationen die anhaltende Krise auf dem deutschen Arbeitsmarkt, zeigt aber auch durchaus positive Entwicklungen für Bewerber in einzelnen Jobkategorien auf.

Nicole Göttlicher | ots
Weitere Informationen:
http://www.stepstone.de

Weitere Berichte zu: Elektrotechnik Fachkraftmangel IT Telekommunikationsbranche

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Cybersicherheit für die Bahn von morgen

24.03.2017 | Informationstechnologie

Schnell und einfach: Edge Datacenter fürs Internet of Things

24.03.2017 | CeBIT 2017

Designer-Proteine falten DNA

24.03.2017 | Biowissenschaften Chemie