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PISA-Studie: Bildung braucht Nachhilfe

12.09.2002

Der Ausweg aus dem PISA-Dilemma: Neun von zehn Internetnutzern fordern höhere Investitionen in Kindergärten, Schulen und Universitäten. Das ergab eine Online-Trendumfrage der Mummert + Partner Unternehmensberatung und des IT-Dienstleisters inworks. Weitere Ergebnisse: Rund drei Viertel der Befragten befürworten zentrale Abschlussprüfungen. Zwei von drei fordern darüber hinaus mehr Praktiker im Unterricht.

Im internationalen Vergleich bleibt das deutsche Bildungssystem auf der Strecke. Knapp zwei Drittel der Befragten sehen in veralteten Unterrichtsinhalten die Hauptursache für diese Entwicklung. Die Probleme sind hausgemacht: Mehr als die Hälfte der Internetnutzer kritisiert die unzureichende finanzielle und materielle Ausstattung der deutschen Schulen. Das Personal sei zu knapp bemessen und werde den Anforderungen nicht gerecht, meint knapp die Hälfte von ihnen. 58,9 Prozent fordern die Einstellung neuer, vor allem junger Lehrer. Doch auch die Schüler kommen nicht ungeschoren davon: Die Hälfte der Befragten unterstellt ihnen mangelnde Disziplin. 56,2 Prozent wollen die Pennäler stärker fordern. Um den chronischen Geldmangel zu bekämpfen, sollte auch die Wirtschaft den Kampf gegen die Bildungsmisere unterstützen, so die Hälfte der Teilnehmer.

Einigkeit herrscht in diesem Punkt jedoch nicht: Jeder fünfte Internetnutzer lehnt Sponsoring ab. Ebenso viele sind sich unsicher. Thema Ganztagsschule: Bis zum Jahr 2007 soll jede dritte deutsche Schule am Nachmittag geöffnet haben. Doch die Rundumbetreuung ist überraschend unbeliebt: Mit einer Befürwortung von 46,9 Prozent landet die Einführung von Ganztagsschulen auf dem letzten Platz in der Liste der wichtigsten Gegenmassnahmen. Jeder Fünfte ist unentschieden, während ein Viertel der Umfrageteilnehmer die Ganztagsschule ablehnt.

Joerg Forthmann | Presseinformation

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