Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KidsVerbraucherAnalyse 2002

04.09.2002


Kaufkraft der 6- bis 13-Jährigen erreicht neuen Spitzenwert von 5,12 Milliarden Euro

  • Lesen von Büchern gehört zu den Top-Freizeitbeschäftigungen
  • Hohes Markenbewusstsein der Kids bei Kleidung, Accessoires und Lebensmitteln
  • Eigene Körperpflege-Produkte immer begehrter

Laut KidsVerbraucherAnalyse 2002 (KVA) verfügen die rund 6,37 Millionen Jungen und Mädchen in Deutschland im Alter von 6 bis 13 Jahren über eine Kaufkraft von insgesamt 5,12 Milliarden Euro, dies bedeutet bei einer Steigerung zum Vorjahr von 3 Prozent einen neuen Spitzenwert. Dreiviertel der Jungen und Mädchen verfügen monatlich über durchschnittlich 18 Euro. Die meisten deutschen Kids erhalten Geldgeschenke zum Geburtstag; im Durchschnitt 46 Euro. Rund 75 Prozent erhalten auch zu Weihnachten ein Geldgeschenk, durchschnittlich 57 Euro (Jungen: 58 Euro; Mädchen 56 Euro) Aus den gering erscheinenden Beträgen ergeben sich hochgerechnet auf alle Kids gewaltige Summen: Die Geldgeschenke zum Geburtstag summieren sich auf 290 Mio. Euro; zu Weihnachten sind es sogar 360 Mio. Euro.

Im Rahmen der KidsVerbraucherAnalyse 2002 wurden im April 2002 insgesamt 1.957 Kids im Alter von 6- bis 13 Jahren und deren Eltern befragt, um das Konsum- und Medienverhalten der jungen Zielgruppe repräsentativ darzustellen. Die in den Vorjahren ebenfalls untersuchte Altersgruppe der 14- bis 17-Jährigen (in der KVA 2001 bis 19 Jahre) wurde in diesem Jahr nicht erhoben - sie wird aber im nächsten Jahr wieder fester Bestandteil der Grundgesamtheit sein. Nach dem Ausscheiden der Verlagsgruppe Lübbe als einer der drei durchführenden Verlage, hatte der Egmont Ehapa Verlag deren Rechte als Trägerverlag und damit die Federführung der KVA in Kooperation mit dem Axel Springer Verlag und der Bauer Verlagsgruppe übernommen. Olaf Hansen, Anzeigenleitung Egmont Ehapa Verlag: "Die KidsVA liefert auch in diesem Jahr wieder umfangreiches Datenmaterial: Mit Untersuchungen zur Produktverwendung für 437 Marken, dem Besitz und Besitzwunsch für 42 Produktbereiche, den Finanzen der Kids, ihrem Einfluss auf die Markenwahl, und ihren PC- / Internet- und anderen Freizeittätigkeiten bietet die Markt-Media-Studie umfassende Transparenz im Bereich der jungen Zielgruppe."

"Der Schlankheitswahn ist bei den 6- bis 13-jährigen Mädchen anscheinend noch nicht verhaftet", sagt Patricia Dähn, Marktforscherin aus dem Axel Springer Verlag, "schließlich geben sie ihr Geld, genauso wie die Jungs, vor allem für Süßigkeiten, Schokolade und Eis aus. Dann folgen aber schon Zeitschriften, Zeitungen und Bücher - und das ist schon eine kleine Sensation: Die Kids von heute sind nämlich alles andere als lesefaul!" Dies bestätigen auch die Untersuchungen zum Freizeitverhalten.

Rund 90 Prozent der Kids geben an, zumindest einen Teil ihres Geldes zu sparen. Als Sparform dient hierbei in erster Linie das konventionelle Sparbuch (84%), gefolgt vom Taschengeld-Konto (9%) und dem Girokonto (5%). Auf den Sparbüchern der Kids liegen durchschnittlich 485 Euro. Über die größte Summe verfügen die 10- bis 13-jährigen Mädchen mit durchschnittlich 561 Euro (Jungen 547 Euro). Hochgerechnet auf die 6,37 Mio. Kids im Alter von 6- bis 13 Jahren ergibt sich somit ein Sparguthaben von 3,09 Mrd. Euro.

Zwar verfügen die Kids von heute über so viel Geld wie nie zuvor. Dennoch hat Konsum nicht den größen Stellenwert in ihrem Leben: Am wichtigsten ist es ihnen, mit Freunden zusammen zu sein (99%). Entgegen verbreiteter Klischees belegt die KidsVerbraucherAnalyse 2002, dass sich das Leseverhalten der 6- bis 13-Jährigen weiter positiv entwickelt hat. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Nettoreichweite der 26 erhobenen Titel sogar deutlich auf insgesamt 72,7 Prozent gesteigert.

Mit materiellen Gütern sind die Kids von heute zwar gut ausgestattet, dennoch haben sie noch viele offene Wünsche. Der Wunsch nach einem Handy (41%) ist nach wie vor hoch, besonders bei den 10- bis 13-Jährigen (47%). Einen Fotoapparat wünschen sich fast 20 Prozent der 6- bis 13-Jährigen, bei den Jungen und Mädchen ist dieser Wunsch gleichermaßen ausgeprägt. Auch im Bereich Computer und Unterhaltungselektronik haben die Kids noch viele Wünsche: 42 Prozent aller Kids wünschen sich einen Fernsehapparat, 35 Prozent einen PC und 27 Prozent einen Videorecorder.

Die Verwendung von eigenen Körperpflege-Produkten/-Marken ist bei den Kids in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Zwei Drittel der Befragten geben an, dass ihre eigene Zahnpasta im Badezimmer steht. Auch das eigene Haarshampoo (44%), der eigene Duschzusatz (33%) und das eigenes Deomittel (21%) gehören für die Kids von heute einfach dazu.

Das Markenbewusstsein der 6- bis 13-Jährigen zeigt sich vor allem bei Sportschuhen, Taschen, Ranzen, Rücksäcken, Jeans und Schulsachen. Die Eltern geben an, dass sie die Markenwünsche ihrer Kinder meistens erfüllen, die große Ausnahme stellt das Handy dar, denn hier sind nur 12 Prozent bereit, die Lieblingsmarke zu kaufen.

Ingeborg Glas, Marktforscherin aus der Bauer Verlagsgruppe: "Die Kids von heute leben in einer vielschichtigen Warenwelt, in der die Marke einfache und beliebte Orientierung bietet. Zahlreiche Marken haben Kultcharakter, sind Statusymbol und dienen dazu, in der Clique mitzuhalten und die eigene Individualität auszudrücken."

Dies zeigt sich bereits bei der Auswahl bestimmter Food-Marken. Die junge Zielgruppe kennt sich bei Lebensmittelmarken hervorragend aus und hat klare Markenpräferenzen. Dies gilt vor allem für süße Brotaufstriche (48 %) und Ketchup (37 %), aber selbst bei Nudeln ist die Marke für immerhin 14 Prozent wichtig.

Entscheidend für die Entwicklung bestimmter Marken ist auch, dass bereits 30 Prozent der 10- bis 13-jährigen selbst Lebensmittel für den Haushalt einkaufen. Dabei können die meisten frei wählen, welches Produkt sie nach Hause bringen.

Die parallele Befragung der Eltern zeigt auf der anderen Seite, dass Mutter und Vater auch in hohem Maße bereit sind, die Markenwünsche ihrer Kinder zu erfüllen. Dies gilt insbesondere bei Joghurt (50%), bei Cornflakes (45%), selbst bei Streichwurst (16%) und Fertigsuppen (9%).

Olaf Hansen | ots
Weitere Informationen:
http://www.mediapilot.de
http://www.bauermedia.com

Weitere Berichte zu: KVA KidsVerbraucherAnalyse Verlagsgruppe Zielgruppe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise