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Indikationserweiterung beantragt

02.09.2002


Novartis beantragt Indikationserweiterung für Locol®


Von der Zulassung würden jährlich nahezu zwei Millionen Patienten profitieren

Novartis beantragte Anfang August die Indikationserweiterung von Locol® (Fluvastatin) für die Sekundärprävention von kardiovaskulären Ereignissen bei Patienten nach einem perkutanen koronaren Eingriff, wie z.B. einer Angioplastie (Gefäßerweiterung).1 Der Antrag wurde bei der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde (FDA) in den Vereinigten Staaten eingereicht. In den nächsten zwei Monaten werden Anträge in Europa und bei entsprechenden Gesundheitsbehörden weltweit folgen. Locol, das zur Cholesterinsenkung zugelassen ist, ist das erste Statin, für das eine Zulassung der Indikation zur Sekundärprävention von kardiovaskulären Ereignissen bei Patienten mit Angioplastie angestrebt wird. Im Fall einer Zulassung könnten weltweit jährlich 1,8 Millionen Patienten, die sich einer Angioplastie unterziehen, von Fluvastatin profitieren.


Die Anträge stützen sich auf die Ergebnisse der ‘Locol Intervention Prevention Study’ (LIPS), die im Juni 2002 im Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlicht wurden. LIPS ist die erste prospektive, randomisierte, placebo-kontrollierte Studie, in der die Wirkungen des Statins ausschließlich bei Patienten nach einer ersten perkutanen Koronarintervention (PCI) untersucht wurden. Diese Patientengruppe befindet sich in einem relativ frühen Stadium der koronaren Herzkrankung und besitzt ein hohes Risiko für ein schwerwiegendes kardiales Ereignis (erneute perkutane Koronarintervention, Bypass-OP, Myokardinfarkt bis hin zum Herztod). Bei 90% der 1,8 Millionen Patienten kommt es nach der Koronarintervention zu einer sofortigen Besserung des Brustschmerzes (Angina pectoris). Innerhalb von zehn Jahren nach dem operativen Eingriff sterben jedoch 66% der Patienten oder erleiden ein weiteres kardiales Ereignis.2

Die LIPS-Befunde zeigten, dass Locol 80 mg (40 mg zweimal täglich) zu einer Reduktion schwerwiegender kardialer Ereignisse um 22% führte (p=0,013), und dies auch bei Patienten mit normalen Cholesterinwerten. Bei bestimmten Hochrisikopatienten waren die günstigen Wirkungen von Locol noch ausgeprägter. Bei Patienten mit Diabetes und multiplen Gefäßschäden wurde eine signifikante Risikoreduktion gegenüber Placebo um 47% (p=0,041) bzw. 34% (p=0,011)2 erreicht. Bei Patienten mit oder ohne Stent wurden unter der Behandlung mit Locol vergleichbar günstige Wirkungen erzielt.2 Unter der Behandlung mit Fluvastatin kam es bei den Patienten mit instabiler Angina pectoris zu einer stärkeren Risikoreduktion als bei den Patienten mit stabiler Angina pectoris (28% im Vergleich zu 20%). Die Werte des schädlichen LDL-Cholesterins konnten mit Locol im Verlauf der Studie signifikant auf Mittelwerte unter 100 mg/dl (2,6 mmol/l) gesenkt werden.

Die Risikoreduktion nach der Therapie mit Fluvastatin war unabhängig von den Cholesterin-Ausgangswerten. Die Untersucher der LIPS-Studie kamen daher zu dem Schluss, dass sich die Statintherapie nach Koronarinterventionen auf eine Gesamtrisikoeinschätzung des Patienten stützen sollte und nicht nur auf die absoluten Cholesterinwerte.

„LIPS liefert uns die wissenschaftliche Grundlage, um die Behandlung von Patienten nach einer perkutanen Koronarintervention, wie z.B. einer Angioplastie oder anderen vergleichbaren Verfahren, zu ändern“, kommentierte der Leiter der LIPS-Studie, Patrick Serruys, MD, PhD, Professor für interventionelle Kardiologie an der Erasmus-Universitätsklinik, Rotterdam, Niederlande.2 „Die Studie spricht für eine frühe Behandlung mit Fluvastatin bei Patienten nach einer Koronarintervention, unabhängig von den Cholesterinwerten, um tödliche und nicht-tödliche kardiale Ereignisse wie Herzinfarkte und koronarchirurgische Eingriffe zu verhindern.“

Die LIPS-Studie wurde über einen Zeitraum von vier Jahren mit 1677 Patienten durchgeführt, die aus 57 Zentren in zehn Ländern (Europa, Kanada und Brasilien) rekrutiert wurden. Die Studie untersuchte den Zeitraum bis zum Auftreten eines schwerwiegenden kardialen Ereignisses nach einer ersten Koronarintervention. Schwerwiegende kardiale Ereignisse wurden definiert als Herztod, nicht-tödlicher Herzinfarkt, koronare Bypass-Operation oder wiederholte Koronarintervention. Nach ihrer ersten Koronarintervention wurden die Patienten vor der Entlassung aus der Klinik randomisiert der Behandlung mit Locol 80 mg/Tag (40 mg zweimal täglich) oder Placebo zugewiesen.2

Die Daten untermauern auch das gute Sicherheitsprofil von Locol: Während der drei- bis vierjährigen Nachbeobachtung gab es keine Erhöhungen der Kreatin-Phosphokinase über das Zehnfache der oberen Normgrenze. Eine Erhöhung der Kreatin-Phosphokinase weist auf einen Muskelzerfall hin und ist eine mögliche Nebenwirkung von Statintherapien. Diese Sicherheitsdaten entsprechen den Daten aus einer neueren Analyse, in die mehr als 9000 Patienten aller randomisierten, kontrollierten, klinischen Studien mit Locol/Locol XL® als Monotherapie einbezogen wurden. Unter keiner Locol Dosierung unterschied sich die Rate klinisch relevanter Erhöhungen der Kreatin-Phosphokinase signifikant von der Rate der Placebogruppe.3

Novartis Deutschland führte Locol 80 mg Retardtabletten, mit täglicher Einmaldosierung von 80 mg, am 17.04. im Jahr 2001 ein. Dieses Präparat ermöglicht nachweislich eine wirksame Lipidtherapie mit Reduktion des schädlichen LDL-Cholesterins im Median um -38%. Insbesondere bei Patienten mit kombinierter Hyperlipidämie (zumeist niedriges HDL-Cholesterin und erhöhte Triglyceridwerte mit ³ 300 mg/dl (3,4mmol/l) vorliegend), einer bisher untersuchten Subgruppe von 36 Patienten, wurden die Triglyzeride sogar um -31% reduziert und das HDL-Cholesterin um +21% angehoben. 4. Die LIPS-Ergebnisse belegen, dass Locol bei Risikopatienten die Wahrscheinlichkeit von schwerwiegenden kardialen Ereignissen reduziert.

Die Novartis AG (NYSE: NVS) ist ein weltweit führendes Unternehmen im Gesundheitswesen mit seinem Kerngeschäft in den Bereichen Pharma, Consumer Health, Generika, Augenheilmittel und Tiergesundheit. Im Jahr 2001 erzielte der Konzern einen Umsatz von CHF 32,0 Milliarden (USD 19,1 Milliarden) und einen Reingewinn von CHF 7,0 Milliarden (USD 4,2 Milliarden). Der Konzern investierte rund CHF 4,2 Milliarden (USD 2,5 Milliarden) in Forschung und Entwicklung. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz). Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 74 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 140 Ländern. Weitere Informationen finden Sie im Internet
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1 Lescol Draft Prescribing Information. T2001-78. 89011104
2 Patrick WJC Serruys, MD, PhD, et al. Fluvastatin for Prevention of Cardiac Events Following Successful First Percutaneous Coronary Intervention. JAMA. 2002; 287:3215-3222. .
3 Benghozi et al. Frequency of creatinine kinase elevation during treatment with fluvastatin. Am J Card 2002, Jan 15.
4 Ballantyne et al. Efficacy and Tolerability of Fluvastatin Extended-Releases Delivery System: A Pooled Analysis. Clinical Therapeutics 2001, No 2, Vol 23, p177-192.

Dr. Michaela Paudler-Debus | MEDIENMITTEILUNG
Weitere Informationen:
http://www.novartis.de

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