Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie hilft Städten lokale Entwicklungsprozesse aktiv zu gestalten

19.08.2002


Projekt wird mit 400.000 Euro gefördert

Angesichts der aktuellen und für die Zukunft zu erwartenden wirtschaftlichen, sozialen und demographischen Entwicklungen in der Bundesrepublik ist davon auszugehen, dass die sozialen Probleme insbesondere in den Städten noch weiter zunehmen und dass damit auch die Handlungsanforderungen der Kommunen zur Lösung sozialer Probleme wachsen werden. Damit lokale Entwicklungen aktiv gestaltet und geeignete Maßnahmen zur Problemlösung ergriffen werden können, sind genaue Kenntnisse der stattfindenden sozialräumlichen Entwicklungsprozesse in den Städten erforderlich. Nur auf der Grundlage dieses Wissens können von der Verwaltung gezielte Fachplanungen entwickelt werden und besitzt die Politik die notwendige empirische Grundlage für ihre Entscheidungen.

Um Politik und Verwaltung über die soziale Lage der Stadtbevölkerung und über Veränderungen zu informieren, wird das Instrument der Sozialberichterstattung eingesetzt. Leider gibt es in den Kommunen und Kreisen der Bundesrepublik bisher kein funktionierendes regelmäßiges System der Sozialberichterstattung. Dieser Mangel war Anlass für das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) einen Förderschwerpunkt zur "Konzeption und Erprobung problemorientierter regionaler Berichtssysteme für eine nachhaltige Entwicklung" in Leben zu rufen. Im Rahmen dieses Programms werden Forschungsprojekte gefördert, die mit verschiedenen Ansätzen, Methoden und Einzelzielen dazu beitragen sollen, in ausgewählten Kreisen und Städten Ostdeutschlands kommunale Sozialberichtssysteme modellhaft zu etablieren.

Das Institut für Soziologie und Demographie der Universität Rostock hat zusammen mit dem Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Wismar aus diesem Programm erfolgreich Fördermittel für ein Projekt zur "Entwicklung nachhaltiger kommunaler Sozialberichtssysteme in den kreisfreien Städten Mecklenburg-Vorpommerns" einwerben können. Die beiden Wissenschaftler Dr. Johann Gerdes und Annett Jackisch wollen unterstützt von den beiden Projektleitern Prof. Peter Voigt (Universität Rostock) und Prof. Joachim Winkler (Hochschule Wismar) sowie studentischen Hilfskräften versuchen, in den Städten Schwerin, Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald und Neubrandenburg jeweils ein funktionierendes System lokaler Sozialberichterstattung einzurichten.

Es handelt sich um ein Projekt angewandter Forschung, das in enger Zusammenarbeit mit den Städten als Verbundpartner durchgeführt wird. Zu den wesentlichen Aufgaben wird es gehören, geeignete Verfahren: zur inhaltlichen Verknüpfung bereits vorhandener Daten, zur Erschließung neuer Datenquellen, zur Interpretation der Daten in Gesprächsrunden und d) zur Entwicklung aussagekräftiger Indikatoren zu finden. Die konzeptionelle, analytische und beratende Tätigkeit des Projektteams während der Projektlaufzeit soll den beteiligten Städten dazu verhelfen, anschließend die Sozialberichterstattung in eigener Regie weiter zu führen. Die gesammelten Erfahrungen beim Aufbau der Berichtssysteme sollen schließlich auch anderen Kreisen und Städten zur Verfügung gestellt werden.

Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird vom BMBF mit knapp 400.000 EUR gefördert.

Dr. Johann Gerdes | Pressemeldung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise