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Allianz hat Deutschlands stärksten Markenwert

14.08.2002


DaimlerChrysler fällt aus den Top drei

Die stärkste Marke mit dem größten ökonomischen Wert ist in Deutschland der Finanzkonzern Allianz. DaimlerChrysler mit dem Juwel des deutschen Markenportfolios, Mercedes, fällt 2002 von der Spitzenposition im Vorjahr auf den vierten Platz 2002. Das ist ein Ergebnis des dritten Brand Equity Evaluation System (BEES) des Unternehmensberaters BBDO Consulting. Der Markenwert des im vergangenen Jahr zweitplatzierten Finanzdienstleisters Allianz beträgt demnach 28,7 Mrd. Euro. Auf den Rängen zwei und drei landen der Chemiekonzern BASF mit knapp 22 Mrd. Euro bzw. der Technologiekonzern Siemens mit einem Markenwert von rund 21 Mrd. Euro.

Die Studie, die alle DAX-30-Unternehmen auf ihren Markenwert untersucht hat, widmet sich nicht nur dem Wert der Dach-Marke, sondern bezieht auch den Wert aller Sub-Marken mit ein. So verhelfen beispielsweise die Marken Audi, Skoda und Seat dem VW-Konzern mit einem gesamten Markenwert von 16,5 Mrd. Euro auf Platz sieben. Die Marke DaimlerChrysler ist laut BEES 19,7 Euro wert. Platz fünf belegt E.ON (19,5 Mrd. Euro), Rang sechs die Deutsche Bank (19,3 Mrd. Euro). Der Name des Autoherstellers BMW (8.) spiegelt einen monetären Wert von etwa 13,4 Mrd. Euro wider. Immer noch knapp 13 Mrd. Euro bringt allein die Marke Deutsche Telekom (9.). Der Energiekonzern RWE schafft es mit 11,9 Mrd. Euro auf Platz zehn.

Erstmals wurden auch die Markenwerte der Euro-STOXX 50 berechnet. Wertvollste Marke Europas ist demnach ENI aus Italien mit einem Markenwert von 36,9 Mrd. Euro, gefolgt von der niederländischen ING-Group mit 33,9 Mrd. Euro. Europaweit auf Rang drei ist bereits Deutschlands Nummer eins, die Allianz. Neben den beiden nicht-deutschen Top-Platzierten stammen nur noch Philips (Niederlande, 26,2 Mrd. Euro) und Nokia (Finnland, 19,7 Mrd. Euro) nicht aus Deutschland, das somit mit sechs Wertungen die europäischen Top-Ten dominiert.

Die Wertsteigerung von Markenunternehmen liegt (gemessen am Kursverlauf der vergangenen drei Jahre) um ca. 60 Prozent über der von Nichtmarkenartiklern. Die BEES-Studie von BBDO Consulting ermittelt seit dem Jahr 2000 jährlich den monetären Wert von Marken, die sich zu einem zentralen Wertschöpfungsfaktor für Unternehmen entwickelt haben, anhand von acht Einflussfaktoren. Dafür wurde von BBDO in Zusammenarbeit mit Bernd Wirtz, Professor an der Universität Witten-Herdecken, ein mehrstufiges Indikatorenmodell zur Bewertung von Unternehmensmarken entwickelt.

Erwin Schotzger | pte.online
Weitere Informationen:
http://www.bbdo-consulting.com

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