Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie über Beratung für Existenzgründerinnen

02.08.2002


Zunehmend mehr Frauen nutzen die Existenzgründung als Erwerbsperspektive. Heute wird in Deutschland bereits jedes dritte Unternehmen von einer Frau gegründet. Gründerinnen finden Unterstützung in frauenspezifische Beratungseinrichtungen, die ihnen in der Startphase Beratung und Begleitung anbieten. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat diese Beratungen für Unternehmen unter weiblicher Führung nun vom Deutschen Gründerinnen Forum e.V. in einer Studie untersuchen lassen.

Untersucht wurden rund 500 Einrichtungen, die Beratungen speziell für Frauen anbieten. Die Studie gibt Aufschluss über die Arbeit der Beratungsstellen, über ihre Rechtsform und Finanzierung, ihre Zielgruppen, die Art und Qualität der Beratung und ihre Klientel. Die Trägervielfalt unter den Anlaufstellen für Gründerinnen ist breit: Länder und Kommunen, Kammern, Vereine und freie Beraterinnen richten ihren Focus auf Frauen.

Die Beratungsstellen für Gründerinnen sind im Gegensatz zu der Mehrzahl klassischer Existenzgründerberatungen nicht allein betriebswirtschaftlich ausgelegt. Ihre Angebote sind meist niedrigschwellig und beziehen die persönlichen Rahmenbedingungen für die Existenzgründung mit ein. Sie bieten auch bei Kleinkrediten Beratung und arbeiten häufig als Lotsendienste auf dem Beratungsmarkt. Nach Angaben der befragten Beratungsstellen weisen die beratenen Unternehmen eine hohe Solidität auf: Nach drei Jahren existierten noch 74 Prozent der gegründeten Unternehmen. Die frauenspezifischen Gründungsberatungsstellen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Förderung der beruflichen Selbstständigkeit von Frauen, resümiert die Studie.

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil an Unternehmensgründungen auf 40 Prozent im Jahre 2005 zu steigern. Neben dem Kreditprogramm "Startgeld" soll ein Kleinkreditprogramm bei der Deutschen Ausgleichsbank als Förderbank des Bundes aufgelegt werden, das Existenzgründungen mit einem Finanzierungsbedarf von bis zu 25.000 Euro erleichtern soll. Damit werden besonders Frauen unterstützt, die häufig Unternehmen mit relativ kleinen Investitionen beginnen. Mit der Beteiligung an der Gemeinschaftsinitiative "Change/Chance" zur Förderung des Generationswechsels im Mittelstand hat das Bundesfrauenministerium bei Frauen für die Unternehmensnachfolge als attraktiven Einstieg in die Selbstständigkeit geworben. Mit der Förderung des Bundes ist beim Deutschen Gründerinnen Forum e.V. erstmals ein bundesweites Online-Netzwerk von Expertinnen und Institutionen entstanden.

Die Studie "Frauenspezifische Beratungseinrichtungen für Existenzgründerinnen: Analysen und Potenziale" ist in der Schriftenbandreihe des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend veröffentlicht und bei der Broschürenstelle des Ministeriums unter Telefon 0180 / 5329 329 oder per E-Mail-Anfrage an broschuerenstelle.@bmfsfj.bund.de erhältlich.

| BMFSFJ Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.bmfsfj.de/

Weitere Berichte zu: Beratungsstelle Existenzgründer Existenzgründung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovationen für eine nachhaltige Forstwirtschaft

06.12.2016 | Agrar- Forstwissenschaften

Diabetesforschung: Neuer Mechanismus zur Regulation des Insulin-Stoffwechsels gefunden

06.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Was nach der Befruchtung im Zellkern passiert

06.12.2016 | Biowissenschaften Chemie