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Unternehmer mit Migrationshintergrund werden zu einem Wirtschaftsfaktor in Berlin-Mitte

25.07.2008
Mit der größer werdenden Gruppe von Berliner/-innen mit Migrationshintergrund wächst auch die Zahl der von ihnen gegründeten Unternehmen.

Welches Potenzial diese Unternehmen für den Bezirk Berlin-Mitte darstellen und welche Wünsche sie an ihren Standort haben, ermittelte eine im Auftrag des Bezirks Berlin-Mitte erstellte Studie der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (FHTW).

Fazit von Wirtschaftsstadtrat Joachim Zeller: "Unternehmen der sogenannten ethnischen Ökonomie entwickeln sich immer mehr zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor im Bezirk Berlin-Mitte."

Der Studie zufolge ist die ethnische Ökonomie längst keine Nischenökonomie mehr. Weit mehr als die Hälfte der rund 300 befragten Unternehmen (59 Prozent) bedienen gleichermaßen deutsche Kunden sowie Kunden der eigenen Ethnie. Die Unternehmen sind in den unterschiedlichsten Branchen tätig, vorrangig im Bereich der Gastronomie (27 Prozent) und des Einzelhandels (20 Prozent).

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"In vielen Kiezen sind Unternehmen mit Migrationshintergrund schon heute ein wichtiger Standortfaktor und üben eine kaum zu unterschätzende soziale Funktion aus", sagt der wissenschaftliche Leiter des Projektes, Prof. Dr.-Ing. Peter Kayser. 42 Prozent der befragten Unternehmen würden sich beispielsweise gern aktiv an Standortinitiativen beteiligen.

Besonders erfreulich sei, dass 39 Prozent der befragten Unternehmen in den nächsten zwei Jahren Investitionen planen. Ethnische Ökonomie ist der Studie zufolge auch eine Chance der Standortentwicklung. Insbesondere Frauen sehen ihren Schritt in die Selbstständigkeit als einen wichtigen Bestandteil ihrer Integration. Die Studie belegt die Zunahme von Gründungen durch Unternehmerinnen von 20 Prozent auf 30 Prozent in den vergangenen zehn Jahren.

Wenig ausgeprägt sind die Vernetzung der Unternehmen untereinander und der Bekanntheitsgrad des Beratungsangebotes von öffentlichen Institutionen und Migrantenvereinen. Dieser beträgt nur elf Prozent. Wichtig sei es nun, betonte Joachim Zeller, die bereits vorhandenen Netzwerke im Bezirk zu stärken, das Beratungsangebot für die Unternehmen auszubauen sowie das Engagement der Unternehmen für ihren Standort durch Maßnahmen und Projekte zu fördern.

Ansprechpartner für Fragen zum Thema:
Prof. Dr.-Ing. Peter Kayser und Faye Preusse
FHTW Berlin, Projekt Ethnische Ökonomie
Tel. 030/5019-2685, E-Mail: ethnische-oekonomie@fhtw-berlin.de

Gisela Hüttinger | idw
Weitere Informationen:
http://www.fhtw-berlin.de

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