Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bauchspeicheldrüsenkrebs: Fettleibigkeit erhöht Risiko dramatisch

16.07.2008
Hohe Gefahr durch Fettansammlungen im Bauchbereich

Fettleibige Frauen, bei denen sich der Großteil des Gewichts im Bauchraum angesammelt hat, verfügen über ein um 70 Prozent erhöhtes Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken.

Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Karolinska Institutet gekommen. Bisher wurde angenommen, dass Fettsucht das Risiko erhöht, eher jedoch bei Männern als bei Frauen. Für die aktuelle Studie wurden die Daten von mehr als 138.000 Amerikanerinnen nach der Menopause für die Dauer von sieben Jahren ausgewertet, berichtet BBC Online. Details der Studie wurden im British Journal of Cancer veröffentlicht.

251 der Teilnehmerinnen erkrankten an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Nachdem andere Risikofaktoren wie Rauchen berücksichtigt worden waren, berechneten die Forscher, dass die Krankheit um 70 Prozent eher Frauen mit dem höchsten Taille-Hüft-Verhältnis betrifft. Diese Kennzahl wird allgemein für die Feststellung einer Fettleibigkeit herangezogen.

In Amerika ist Bauchspeicheldrüsenkrebs die sechsthäufigste Todesursache bei einer Krebserkrankung. 2004 wurden allein in Großbritannien 7.400 Erkrankungen diagnostiziert. Jedes Jahr sterben rund 7.000 Menschen an Erkrankungen des Pankreas. In den meisten Fällen erfolgt die Diagnose erst nachdem sich die Krankheit bereits im Körper ausgebreitet hat. Erschwerend kommt dazu, dass eine erfolgreiche Behandlung nur schwer möglich ist. Nur zwei bis drei Prozent der Patienten leben nach der Diagnose noch länger als fünf Jahre.

Das Team um Juhua Luo geht davon aus, dass die Fettleibigkeit das Krebsrisiko durch die Beeinflussung der Insulin-Werte beeinflusst. Eine große Fettmenge im Unterleib stehe mit erhöhten Insulin-Werten in Zusammenhang. Dadurch dürfte die Wechselwirkung zwischen Fettsucht und dieser Form von Krebs zustande kommen. Lesley Walker von der Hilfsorganisation Cancer Research UK betonte, dass ein Viertel aller Krebserkrankungen auf eine ungesunde Ernährung und Fettsucht zurückzuführen sei. Es sei von entscheidender Bedeutung, den Menschen dieses Risiko bewusst zu machen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://ki.se
http://www.cancerresearchuk.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen