Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Humankapital-Bewertung aller DAX30-Unternehmen

08.07.2008
Studie des Instituts für Managementkompetenz an der Saar-Universität

"Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital". Diesen Satz kennt jeder. Aber befremdlich: Keines der großen deutschen Unternehmen äußerst sich dazu, wie viel dieses Kapital wirklich wert ist. 1000 Euro? 100.000 Euro? Oder überhaupt nichts, weil es eigentlich nur Kosten verursacht?

Das Institut für Managementkompetenz (imk) an der Universität des Saarlandes präsentiert erstmals für Deutschland eine Antwort und listet in seiner neuen Studie akribisch das Humankapital aller DAX30-Unternehmen auf.

Die Studie führt auf, dass Siemens ein Humankapital von 21 Mrd. Euro hat und dass Daimler Chrysler von 2005 bis 2006 insgesamt 5 Mrd. Euro an Humankapital vernichtet hat. "Die Belegschaft ist eindeutig mit Wert belegtes Kapital", betonen die Autoren der Studie, Prof. Dr. Christian Scholz von der Saar-Universität und Prof. Dr. Volker Stein von der Universität Siegen.

Dieser Wert ergibt sich aus der Zahl der Mitarbeiter, bewertet zu Marktpreisen (Gehälter), ihrer Ausstattung mit aktuellem Wissen sowie ihrer Motivationslage. Bezogen auf den einzelnen Mitarbeiter hat danach der Softwarekonzern SAP mit 101.000 Euro im Durchschnitt das höchste Humankapital. Zum Vergleich: Das Schlusslicht im Ranking kommt gerade einmal auf 6.000 Euro pro Mitarbeiter.

Von der Methodik her betritt diese Studie absolutes Neuland: "Das Projekt ist wie die gesamte Arbeit mit der Saarbrücker Formel absolut innovativ, da es eine solche Bewertung bisher noch nicht gab - nicht einmal ansatzweise", betont Prof. Dr. Volker Stein.

Zeigt die Studie mehr Licht als Schatten? Dazu Prof. Dr. Christian Scholz: "Einigen Unternehmen können wir absolute Best-Noten ausstellen, weil hier wirklich professionelle Personalarbeit gemacht wird. Bei einigen anderen würde ich als Vorstandsvorsitzender und erst recht als Aufsichtsrat den warnenden Finger heben". Zumindest letztere seien gesetzlich eigentlich ebenso dazu verpflichtet - genauso wie Unternehmen Risiken aus der Geschäftstätigkeit publizieren müssten. Und dazu gehöre auch die Berichterstattung über das Humankapital. Die Ausrede "Das geht nicht" gilt ab jetzt nicht mehr, so Prof. Scholz.

Die gesamte Studie mit der Rangliste des deutschen Humankapitals sowie weitere Informationen erhalten Sie bei:
Dipl.-Kff. Stefanie Müller, Tel. (0681) 302-4120
E-Mail: sm@orga.uni-sb.de

Gerhild Sieber | idw
Weitere Informationen:
http://www.managementkompetenz.eu
http://www.orga.uni-sb.de

Weitere Berichte zu: Humankapital Managementkompetenz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Der Klang des Ozeans
12.01.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Verstädterung wird 300.000 km2 fruchtbarsten Ackerlands verschlingen
27.12.2016 | Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Wie das Wissen in der Technik entsteht

17.01.2017 | Förderungen Preise

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik