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Australien ist die dickste Nation der Welt

23.06.2008
Studie enthüllt: Jeder Zweite ist adipös oder übergewichtig

Australien hat offenbar den USA den Rang als dickste Nation der Welt abgelaufen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Baker IDI Heart and Diabetes Institute. Neun Mio. erwachsene Australier müssen demnach als adipös oder übergewichtig eingestuft werden.

Mit einer Quote von 26 Prozent Fettleibigen liegen die Australier im weltweiten Vergleich nun knapp vor den US-Amerikanern. Die Studienautoren um den Kardiologen Simon Stewart fürchten, dass diese Entwicklung über 100.000 vorzeitige Todesfälle und Kosten in Milliardenhöhe für das Gesundheitswesen nach sich ziehen könnte.

Die Studie basiert auf den Daten von 14.000 Personen aus dem gesamten Staatsgebiet, die während eines nationalen Aktionstages ihren Body-Maß-Index aus Gewicht, Größe und Bauchumfang ermitteln ließen. Wurde zuvor noch von rund drei Mio. adipösen Erwachsenen ausgegangen, wären den neuesten Untersuchungen zufolge tatsächlich mindestens 3,6 Mio. Australier betroffen, berichtet Stewart.

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Von den Gesundheitsrisiken des Übergewichts seien vor allem Menschen im mittleren Alter betroffen. Denn im Segment von 45 bis 64 Jahren hätten 72 Prozent der Männer und 58 Prozent der Frauen einen BMI von über 25 und seien als übergewichtig oder adipös eingestuft worden. "Das sind erstaunliche Werte. Die Fettbombe tickt laut", meint Stewart.

"Auch in Europa sind Adipositas und Übergewicht steigend", sagt Petra Rust vom Institut für Ernährungswissenschaft an der Universität Wien http://www.univie.ac.at/nutrition gegenüber pressetext. "Besonders deutlich äußert sich dieser negative Trend vor allem bei Kindern und Jugendlichen." Ein frühes Übergewicht sei aber ein noch größeres Risiko für die spätere Gesundheit. So sei ein steter Anstieg der Prävalenz von Typ-2-Diabetes, auch Altersdiabetes genannt, bei Kindern zu beobachten.

"Das Übergewicht äußert sich später auch in anderen Zivilisationskrankheiten wie Hypertonie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen", erklärt Rust. Zudem haben Studien des World Cancer Research ein erhöhtes Krebsrisiko im Zusammenhang mit Übergewicht und hohem Körperfettanteil aufgezeigt. "Durch den Einzug von Imageprodukten, bspw. Limonaden oder Süßwaren, hat sich die Ernährungsweise der Menschen verändert.

In Kombination mit unserem sitzenden Lebensstil wird die Entstehung von Übergewicht begünstigt", sagt Rust. Dieser Wandel habe scheinbar vor allem den Menschen im Mittelmeerraum geschadet, die von ihrer eher gesundheitsförderlichen Kost abgekommen sind und heute die Liste der schwergewichtigsten Europäer anführen.

Indes schlagen Stewart und seine Kollegen in ihrem Bericht auch Maßnahmen gegen die Fettleibigkeit vor. So sollen übergewichtige Städte beispielsweise in einer Art Wettbewerb mit Fördergeldern für Sporteinrichtungen zum Abspecken motiviert werden, um so die Ernährungs- und Ertüchtigungsgewohnheiten ihrer Einwohner dauerhaft zu verändern.

Eine simple Strategie wie ein Gewichtsverlust von fünf Kilogramm in fünf Monaten könnten auf Dauer gesehen die Zahl der herzbedingten Krankenhausaufenthalte und Todesfälle um ein Drittel reduzieren, sagen die australischen Forscher. "Auf diesem Gebiet muss sich etwas verbessern", pflichtet auch Ernährungswissenschaftlerin Rust bei. "Denn sonst wird sich der Trend fortsetzen und die Raten weiter ansteigen."

Claudia Misch | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.bakeridi.edu.au

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